Dana und Ulrich Müller-Braun veröffentlichen Eintracht-Frankfurt-Krimi „Das Auge des Adlers“

„Wir würden es wieder tun!“

Pünktlich zur Buchmesse ist der Eintracht-Frankfurt-Krimi „Das Auge des Adlers“ von Dana und Ulrich Müller-Braun erschienen.

Taunus – "Wenn der Vater mit dem Sohne" hat Heinz Rühmann schon 1955 fröhlich geträllert. Eine Filmvorlage für "Wenn die Tochter mit dem Vater" fehlt bislang.

Doch das hat Dana und Ulrich Müller-Braun aus Schmitten nicht daran gehindert, gemeinsam den Eintracht-Krimi „Das Auge des Adlers“ zu schreiben. Dabei hat das Gespann aus erfolgreicher Fantasy-Autorin und vielfältigem Journalisten ein sehr nah an die Eintracht-Welt angelegtes Erstlingswerk abgeliefert. Wir haben mit den beiden gesprochen. Über die Recherchewege, das Lob von Jürgen Grabowski und die Zukunft als U. D. Müller-Braun.

Pünktlich zur Buchmesse erscheint Euer Eintracht-Krimi „Das Auge des Adlers“. Dabei wusstet Ihr im Februar noch gar nicht, dass Ihr Euch gemeinsam auf das Abenteuer Krimischreiben einlassen würdet?

Dana: Genau, ich habe gerade an der Fortsetzung meiner Elya-Reihe geschrieben, als Papa mit dem Vorschlag nach Hause kam, gemeinsam einen Eintracht-Krimi zu schreiben. Ich muss zugeben, ich war nicht sofort Feuer und Flamme.

Und trotzdem liegt er jetzt druckfrisch vor?

Uli: Das ist der Vorteil an unserer Autorenbeziehung. Da trinkt keiner nach dem Meeting seinen Kaffee aus und geht. Wir sind mit den Hunden spazieren gegangen und haben …

Dana: … du hast drauflosgesponnen, was in einem Eintracht-Krimi alles passieren könnte. Und wie cool es wäre, im Eintracht-Umfeld zu recherchieren. Und alte Geschichten einfließen zu lassen. Und mit deinen leuchtenden Augen hast du mich angesteckt.

Das heißt: Ohne Eintracht kein Krimi?

Dana: Absolut ja. Ich bin als Autorin im Fantasy-Bereich zu Hause und ich schreibe für die Zielgruppe 14 plus. Ein Krimi ist mir bis zu diesem Nachmittag im Februar nicht in den Sinn gekommen. Der Türöffner war und ist die Eintracht.

Wobei sicher die Tatsache, dass du fast sechs Jahre lang Pressesprecher von Eintracht Frankfurt e.V. warst, einiges erleichtert hat?

Uli: Na klar, ich konnte Axel (AG-Vorstand Axel Hellmann, Anm. d. Red.) anrufen und wir haben uns mit ihm getroffen. Aber aus alter Freundschaft wäre da nichts gegangen. Die Eintracht kennt schon ihren Stellenwert. Gerade nach der letzten Saison.

Dana: Aber er war sehr offen für unsere Ansätze, hat uns Wege gewiesen und auch Türen geöffnet.

Die Fans spielen eine wichtige Rolle. Wie schwer war es, einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten?

Uli: Das war gar nicht so schwer. Da reichen dann doch meist ein paar gute Kontakte. Schwieriger war es, abzuwägen, was darf rein und was nicht. Aber ich glaube, wir haben einen guten Weg gefunden.

Dana: Das Gleiche gilt übrigens für den Sicherheitsbereich. Wobei es für uns nicht darum ging, jede Vorgehensweise der Sicherheitskräfte oder der eigenen Eintracht-Security auszubreiten, sondern ein Gefühl dafür zu schaffen, was für die meisten Zuschauer unbemerkt passiert.

Und wie war es beim Schreiben selbst? Gab es auch mal dicke Luft?

Dana: Zum Schneiden dick. Wobei ich es vielleicht eher als hitzige Diskussion mit vielen Emotionen bezeichnen würde. Wir sind ja immer noch größtenteils Vater und Tochter und Freunde – das ist dann etwas anderes als eine sachliche Diskussion unter Kollegen, bei denen man die Emotionen rauslassen kann.

Ich bin außerdem sehr empfindlich, was meine Texte angeht. Wenn jemand das ändert, was ich geschrieben habe, kann es im ersten Moment schon mal passieren, dass mein inneres Schreiberherz weint. Trotzdem haben wir immer wieder Wege gefunden, damit umzugehen und am Ende haben all die Diskussionen es erst zu dem gemacht, was es jetzt ist.

Wie fühlt es sich an, dass kein Geringerer als Jürgen Grabowski auf dem Buchrücken zitiert ist?

Uli: Ein Lob aus Grabis Mund ist für mich natürlich so etwas wie der Ritterschlag. Ich war 18, als er Weltmeister wurde, und habe diese tolle Zeit der Eintracht bis zum Uefa-Cup-Sieg, bei dem er ja leider nicht mehr auf dem Platz stand, im G-Block miterlebt. Das war ganz großes Kino!

Dana: Ich habe ihn nie spielen sehen, aber die Liedzeile „Wir haben die Eintracht im Endspiel gesehn, mit dem Jürgen, mit dem Jürgen. Sie spielte so gut und sie spielte so schön mit dem Jürgen Grabowski!“ kennt wohl jedes Kind.

Und wie wird es weitergehen? Ist an eine Fortsetzung der Geschichte gedacht?

Dana: Da ich ja nicht der allergrößte Krimi-Fan bin, war es mir wichtig, dass wir es ein wenig anders machen. Deshalb wird nicht aus der Perspektive der Polizei erzählt, sondern aus Severins Perspektive, der mal ein Hooligan war, und Lydia, die die stellvertretende Pressesprecherin der Eintracht ist. Beide kennen sich aus der Uni und wenn sie sich mal nicht zanken, sind sie ein tolles Team, mit viel Potenzial, weitere Fälle aufzuklären.

Danke für das Gespräch

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