Nur 17 Minuten Zeit

Übung der Freiwilligen Feuerwehr Wicker

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Die 34 Übungsteilnehmer der Freiwilligen Feuerwehr Wicker konnten nach dem Training zufrieden sein.

Flörsheim (umb/ffw) – Feuer im Gebäude, starke Rauchentwicklung, eine Person vermisst – bei diesen Stichworten wissen Feuerwehrleute, dass es nun sehr schnell gehen muss.

Studien zufolge verbleiben nämlich nach einem Brandausbruch nur durchschnittlich etwa 17 Minuten, bis eine Person im Rauch keine Überlebenschance mehr hat. Ein enges Zeitfenster, das nur einzuhalten ist, wenn von der Alarmierung bis zur Rettung alles wie am Schnürchen läuft. Damit dies funktionieren kann, müssen die Abläufe optimiert und immer wieder geübt werden. Möglichst in einem Umfeld, das einen realistischen Ablauf ermöglicht. Und genau dazu hatten jetzt 34 Übungsteilnehmer der Freiwillige Feuerwehr Wicker in einem zum Abriss bestimmten Gebäude Gelegenheit. Vor Ort war bereits eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoss sichtbar und es stellte sich heraus, dass noch eine Person vermisst wurde.

Somit galt es, sich zunächst Zutritt zum Gebäude zu verschaffen und die einzelnen Räume nach Personen abzusuchen. Während dieser Maßnahmen, die durch mehrere Trupps unter Atemschutz im Inneren des Hauses durchgeführt wurden, lief der Einsatz auch im Außenbereich an. Hier wurde die Wasserversorgung aufgebaut und die Einsatzstelle aufgrund der einsetzenden Dunkelheit ausgeleuchtet. Nach kurzer Zeit war die Person gerettet und die Kräfte im Innenangriff konnten sich auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Doch bei einem Übungseinsatz blieb es nicht: Nachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit aufgerüstet waren, wurden die Funktionen bei den Führungskräften und der Mannschaft getauscht und eine zweite Übung gefahren. Diesmal hatte das Vorbereitungsteam einen Kellerbrand mittels Nebelmaschine simuliert. Da das gesamte Haus bereits dicht verraucht war, wurde einer Person im Obergeschoss der Fluchtweg abgeschnitten. Die Rettung erfolgte folglich mittels Steckleiter, während die Gruppe des zweiten Löschfahrzeuges das Haus auf weitere Personen kontrollierte und die Brandbekämpfung einleitete.

Im Anschluss konnte im Haus noch das Öffnen von teilweise massiven Türen geübt werden. Hierbei wurde auch der neue hydraulische Türöffner, den die Feuerwehr kürzlich durch eine Spende erhalten hat, ausgiebig getestet.

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