Eppsteiner Burgkultursommer alternativ

Spritzige Filme statt Spitzenhäubchen

Dreh mit der Kräuterhexe Foto: Stadt- und Burgmuseum Eppstein

Eppstein (red) – Unter dem Motto „Wir bringen Burg und Kultur zu Ihnen“ hat Erste Stadträtin Sabine Bergold ihr alternatives Kulturprogramm vorgestellt.

Auch nach Absage der Burgfestspiele solle die Begeisterung über die Burg als Spielstätte und Ort historischer Erfahrung in anderer Form tradiert werden.

„Wir möchten die verwunschenen Ecken, den malerischen Burghof mit den blühenden Rosen, den romantischen Al-tangarten oder den Ritter im Museum erlebbar machen, auch wenn die Burg derzeit noch geschlossen ist“, sagt Eppsteins Kulturdezernentin.

Bereits seit Anfang Mai zeigt das Burgmuseum wie berichtet „Meilensteine der Burggeschichte“ in kleinen Filmen, die mit den Eppsteiner Burgschauspielern und den Rittern vor einigen Jahren für den Multimedia-Guide gedreht wurden. Sie sind auf dem städtischen YouTube-Kanal zu sehen. Die Burgschauspieler selbst haben lange für ihr neues Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ geprobt, zuletzt per Videoschaltung. „Die Enttäuschung, nicht auf der Burgbühne spielen zu können, war groß“, weiß Bergold. „Aber unsere Burgschauspieler möchten nun alternativ etwas Bleibendes schaffen“, verrät sie. Spritzige und kurzweilige Szenen, an verschiedenen Orten in Eppstein professionell mit überraschenden Effekten gedreht, sollen das Publikum begeistern.

Und wer zurzeit keine Führung mit Ritter Ulrich oder der Kräuterhexe genießen kann, der schaut einfach in den nächsten Wochen auf den städtischen YouTube-Kanal oder die Facebook-Seite. Ehrenamtlich hat dort Jens Bergold einen Ausflug ins schaurige Verlies, den duftenden Kräutergarten oder zu den beliebtesten Objekten im Burgmuseum eingefangen. Und auf ein paar Schmankerl aus dem abgesagten Festspielprogramm könnten sich die Besucher auch immer noch freuen, so die Kulturstadträtin. Das Familienmusical „Pinocchio“ der Kleinen Oper Bad Homburg soll dann in Kooperation mit dem Kulturkreis Eppstein am 24. Oktober im Bürgersaal stattfinden.

Unter entsprechenden Sicherheitsbedingungen, aber dafür live. Auch das beliebte Kabarett könnte statt im Mainzer Keller nun auf dem Burghof zu sehen sein. Der Kabarettist Stephan Bauer hat zugesagt, auch zu einem späteren Zeitpunkt sein Programm unter dem Titel „Warum Heiraten? – Leasing tut’s auch!“ vorzustellen, eine treffsichere Abrechnung mit Minderwertigkeitskomplexen und Generationskonflikten. Anfang August entscheidet sich, ob die Veranstaltung, um einen Termin erweitert, vom 14. bis 16. August open-air stattfinden kann.

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