Tag der offenen Tür bei der Krifteler Feuerwehr

Sonderfahrzeuge, Rettungshunde und spannende Schauübungen

Die Feuerwehrleute zeigten ihr Können auch bei der Bergung eines Verletzten. Fotos: Samira Jakobi

Kriftel (red) – Beim Tag der offenen Tür konnten sich am Sonntag die Krifteler Bürger ein Bild über die Aufgaben der Feuerwehr sowie die Technik und die Fahrzeuge machen.

Trotz regnerischen Wetters lockte ein interessantes Programm zahlreiche Besucher an: Neben den Fahrzeugen der Obstbaugemeinde konnten die Besucher Sonderfahrzeuge bestaunen, wie eine Drehleiter aus Hattersheim, einen Hochleistungslüfter aus Eschborn, ein Boot aus Flörsheim von der Tauchergruppe des MTK, Konzernlöschfahrzeuge von Infraserv Höchst und einen Lkw mit Kran von der DLRG.

Außerdem fanden diverse Vorführungen statt: eine Schauübung der Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr Bad Soden, der Atemschutznotfallgruppe des Stadtverbands Hofheim sowie der Spezialeinheit „Rettung aus Höhen und Tiefen“ des Main-Taunus-Kreises.

Für die kleinen Gäste wurde Kinderschminken durch das DRK Kriftel angeboten, in der Fahrzeughalle lud eine große Hüpfburg zum Toben ein. Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek, im Rathaus auch für den Brand- und Katastrophenschutz zuständig, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig es sei, junge Menschen für ein Ehrenamt bei der Wehr zu begeistern: „Der Brandschutz ist in Deutschland ehrenamtlich geprägt. Das bedeutet, dass man 24 Stunden am Tag in Bereitschaft sein muss.“ Es werde immer schwieriger, engagierte Menschen und verständnisvolle Arbeitgeber zu finden. Im Ernstfall müsse eine Freistellung des Arbeitnehmers erfolgen. Technik steht immer mehr im Vordergrund

„Die Art der Einsätze hat sich in den letzten Jahren geändert. Löschen macht weniger als die Hälfte der Einsätze aus“, so Jirasek. Technische Fragen stünden viel mehr im Vordergrund. Dazu würden spezielle Ausbildungsgänge benötigt. Aber durch verschiedene Gründe, zum Beispiel den Wegzug aus beruflichen oder privaten Gründen, nehme die Zahl der Aktiven ab.

Die Gemeinde Kriftel möchte daher Anreize schaffen: durch Gelder für hauptamtliche Feuerwehrleute und ein Bonussystem für besonders engagierte Wehrleute. Im Rahmen des Tages der offenen Tür wurden die passiven Mitglieder des Feuerwehrvereins durch den Vereinsvorsitzenden Sven Mukrasch und seine Stellvertreterin Jana Burg geehrt: Rudi Georg, Gerhard Goldschmidt (60 Jahre); Hermann Theis (50 Jahre); Norbert Beisheim, Monika Beisheim, Rudolf Stern, Wolfgang Wiegand (40 Jahre); Heinz Dickler, Karl Heinz Diefenbach, Hilde Krementz, Herbert Kroha, Jochen Kutsche, Gerhard Langer, Bruno Lüders, Karl-Wilhelm Mauer, Bodo Menge, Helga Möhler, Jürgen Thoma, Wolfgang Wiegand (30 Jahre); Dieter Deyhle, 20 Jahre: Martin Schuster (10 Jahre). Leider konnten nicht alle an der Veranstaltung teilnehmen. Der Feuerwehr Verein hat derzeit 688 Mitglieder. Die Einnahmen des Vereins helfen der Wehr bei außerordentlichen Anschaffungen.

Im vergangenen Jahr wurden mehrere Heißbrandausbildungslehrgänge, ein Sprungretter (14.000 Euro) und Uniformen für die Wehr (18.000 Euro) finanziert.

Bei dem ehemaligen Gemeindebrandinspektor Thomas Rieger und den Stellvertretern Andreas Möller und Simon Stadi-Willms bedankte sich der aktuelle Gemeindebrandinspektor Patrick Kilian für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre. Stadi-Willms konnte allerdings persönlich nicht anwesend sein. Die Gemeindebrandinspektoren erhielten Auszeichnungen der Hessischen Jugendfeuerwehr, des Nassauischen und des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Franz Jirasek übermittelte den Dank des Rathauses und überreichte Präsentkörbe. Gemeindebrandinspektor Kilian bedankte sich bei der Mannschaft für die Unterstützung bei den Einsätzen und Übungen. Er richtete seinen Dank auch an die Partnerinnen und Partner, die bei Einsätzen zu Hause warten.

Unter den Gästen begrüßte er auch Bürgermeister Christian Seitz und Vereinsrings-Chef Bodo Knopf. Für die Organisation dankte Jirasek den Kameraden Sven Mukrasch und Tobias Horwatitsch.

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