Telefonaktion des Kontinenzzentrums am Krankenhaus Bad Soden

Schluss mit dem Mythos

Urotherapeutin Antje Tegtmeier hilft Patienten bei der Bewältigung ihres Kontinenzproblems. Foto:Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH

Main-Taunus-Kreis (red) – Unkontrollierter Urinverlust ist ein häufig verheimlichtes Problem, obwohl es sehr viele Betroffene gibt, denn: Jeder zehnte Deutsche ist inkontinent. Trotzdem hält sich hartnäckig der Mythos, dass Inkontinenz eine „Alte-Leute-Krankheit“ sei.

Das Gegenteil ist der Fall, denn jede Altersgruppe ist betroffen – Kinder, junge Frauen und Männer und natürlich auch Senioren.

Warum dieser Mythos auch heute noch aktuell ist? Über die Hälfte der Erkrankten gehen aus Scham nicht zum Arzt. Sie sprechen häufig nicht einmal mit ihrem Partner oder engsten Vertrauten über die Beschwerden – beispielsweise, wenn sie kleine Mengen Urin beim Lachen oder Niesen verlieren. Dabei kann Inkontinenz in den meisten Fällen zumindest gelindert und oft sogar geheilt werden.

Über die Vielfalt an modernen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten, mit denen in den letzten Jahren eine deutlich höhere Heilungsrate erreicht wird, informiert das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Kliniken des Main-Taunus-Kreises anlässlich des Internationalen Inkontinenztages.

In einer Telefonsprechstunde am Dienstag, 30. Juni, zwischen 16.30 und 17.30 Uhr. Unter Z 06196 65-7870, -7871, -7872 und -7873 beantworten ärztliche und therapeutische Experten für Inkontinenz Fragen von Betroffenen. Ansprechpartnerinnen für konservative Behandlungsmöglichkeiten, die ohne operativen Eingriff das Problem lösen können, sind die Urotherapeutinnen Antje Tegtmeier und Inna Alexin. Der gynäkologische Chefarzt und Leiter des zertifizierten Kontinenzzentrums, Dr. Dietrich Mosch, gibt Auskunft zu Operationen bei weiblicher Blasenschwäche. Der urologische Oberarzt Sefer Kuyucu berät männliche Anrufer mit Kontinenzproblemen.

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