Erlebnis zu später Stunde

Das Programm für die Nacht der Museen

+
Bei der Nacht der Museen schlendern viele Besucher durch die Frankfurter Altstadt.

Frankfurt (red) – Mehr als 40 Kulturinstitutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn bieten am Samstag, 11. Mai, bei der Nacht der Museen ein reiches Kunstprogramm an.

An diesem Abend öffnen nicht nur die großen Ausstellungshäuser, sondern auch eine junge Off-Szene ihre Pforten bis in den frühen Morgen. Führungen, Performances, Livemusik, Filmprojektionen und Lesungen ermöglichen ein facettenreiches Kunsterlebnis in außergewöhnlicher Atmosphäre. Mit nur einem Ticket erhalten Nachtschwärmer Zutritt zu allen teilnehmenden Veranstaltungsorten und nutzen kostenlos den Shuttle-Service (Busse, Schiff, historische Straßenbahn und Fahrräder).

Bevor Ende August das Struwwelpeter-Museum in der Neuen Altstadt eröffnet, gewährt die Museumsleiterin exklusive Vorab-Einblicke in die neuen Räume. Sie liefert einen Ausblick auf die neu gestaltete Ausstellung über Heinrich Hoffmanns legendären Bilderbuchrebellen. Auch das Stoltze-Museum präsentiert sich erstmals in neuen Räumlichkeiten, nebenan macht die Kaiserpfalz franconofurd Spuren aus rund 2.000 Jahren Stadtgeschichte erfahrbar. In der Schirn werden die Skulpturen von Bruno Gironcoli mit einer großen Closing-Party verabschiedet. Darüber hinaus lädt der sonst nur für Honoratioren vorgesehene Kaisersaal zum Besuch in den Römer ein.

Mit Bussen oder historischen Straßenbahnen aus den 60er Jahren geht es ins Allerheiligenviertel. Dieser neue Hotspot der Off-Szene präsentiert junge Kunst und Street-Art zu tanzbaren Sounds: Der Tor Art Space lädt zu auditiven und performativen Erkundungen ein und verspricht ein einfallsreiches Raumerlebnis für alle Sinne. Im Yard gibt es ein experimentelles, junges Ausstellungsprogramm zu entdecken. Gleich nebenan öffnet das Gesundheitsamt die Pforten und beweist, dass die Themen Gesundheit und Kunst bestens harmonieren: Während Badesalz-Urgestein Henni Nachtsheim die Stimmung aufhellt und in einer Talkrunde unter anderem mit Altkanzlersohn Walter Kohl diskutiert, gibt Markus Egert als Deutschlands führender Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene Einblick in die spannende Welt der Mikrobiologie.

Noch mehr Jubiläen werden am südlichen Museumsufer gefeiert. Dort widmet sich das Deutsche Architekturmuseum mit einer raumgreifenden Performance aus Musik, Farbe, Form und Licht der Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren. Mit filmischen Anekdoten, Comedy und Aktionen zum Mitmachen und Mitraten erinnert das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum an seine Gründung vor 70 Jahren. Währenddessen zelebriert Ernst & Young im 100. Unternehmensjahr seine traditionelle Benefiz-Versteigerung im Museum Angewandte Kunst.

Mit der Sonderausstellung „White Wedding“ feiert das Liebieghaus den Erwerb kostbarer Elfenbeinkunst aus der größten privaten Sammlung von Reiner Winkler. Abseits des Museumsufers öffnet die Deutsche Börse in Eschborn ihre Fotosammlung zum 20-jährigen Jubiläum erstmals exklusiv für Nachtschwärmer.

Auf eine Reise in das alte Ägypten begibt man sich im Museum Giersch, wo während eines virtuellen Rundgangs prähistorische Felsmalereien erkundet werden können. Die aktuelle Tizian-Schau im Städel führt ins Venedig der Renaissance, die faszinierende Landeskultur des Himalaya-Staates lässt sich erstmals im Tibethaus Deutschland erleben. Das Experiminta Science Center gewährt bei einer Wissenschafts-Show mit den Super Science Bros und bei Experimenten mit Pocket Monstern Einblicke in die Welt der Videospiele, während die Sternwarte mit Filmen und Kurzvorträgen an die erste Mondlandung vor 50 Jahren erinnert. Mit einer Performance der Dresden Frankfurt Dance Company unter der Leitung von Jacopo Godani trifft im Senckenberg Museum Kunst auf Wissenschaft.

Auch die akustische Kunst präsentiert sich facettenreich: Im Museum Judengasse trifft Jazz auf Klezmer, im Haus am Dom sorgt Singer/Songwriterin Fee für unbeschwerte Momente. Im Zoo führen die peruanischen Klänge von „Palacio Latino“ in die Heimat der Pinguine, während die poppigen Sounds von „So Green“ im Geldmuseum und das Polizeiorchester im Kriminalmuseum die Besucher zum Mitwippen einladen. Wer die Nacht zum Tag machen will, tanzt im Museum für Kommunikation, im Off-Yard oder in bester Robert Johnson-Manier im MAK.

Karten für 14 Euro gibt es an allen AD-Ticket- und Reservix-Vorverkaufsstellen sowie bei allen Veranstaltungsorten. Weitere Infos auf www.nacht-der-museen.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare