Timo Winzler

Neuer Pfarrer für Schneidhain und Eddersheim

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Timo Winzler wird am 27. Januar zum Pfarrer ordiniert.

Königstein/Hattersheim (umb) – Bei Don Camillo und Peppone war der Bürgermeister immer mit der Moto Guzzi unterwegs. Im Falle von Timo Winzler könnte der Umstieg auf zwei Räder vor allem in der Rush Hour den Berufsalltag deutlich erleichtern.

Der 39-Jährige ist seit 1. Januar mit je einer halben Pfarrstelle in den Kirchengemeinden Schneidhain und Eddersheim tätig. Am 27. Januar um 10 Uhr wird er im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelischen Kirchengemeinde Eddersheim durch Propst Oliver Albrecht zum Pfarrer ordiniert und in sein Amt eingeführt. Die Einführung in Schneidhain 26,4 Kilometer oder gute 25 Minuten weiter nördlich erfolgt eine Woche später am 3. Februar um 10 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Für Timo Winzler sind Eddersheim und Schneidhain die ersten Pfarrstellen nach dem Vikariat. Für zwei Kirchengemeinden gleichzeitig zuständig zu sein ist ihm aber nicht neu – das kennt er bereits aus seinem Vikariat in den Kirchengemeinden Haiger-Allendorf und Haigerseelbach. Wobei die beiden Dörfer nur schlappe fünf Minuten voneinander entfernt sind.

Bereits im Vorfeld hat er Vorschläge erarbeitet und mit beiden Kirchenvorständen in Eddersheim und Schneidhain abgestimmt, wie die Gottesdienstzeiten optimal und gleichberechtigt festgelegt werden können. Bei beiden Gemeinden habe in den Vorstellungsgesprächen „die Chemie“ gestimmt, so Winzler. „Theologisch passt es auch, da ich beide Gemeinden sowohl traditionell als auch offen für neue Impulse wahrgenommen habe. Das Interesse am Glauben ist sehr vielfältig – das zeigt sich auch an den vielseitigen Gottesdiensten.“ Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann hat der gebürtige Berliner das Abitur im Anschluss gemacht und zunächst mit einem Medizinstudium begonnen. Dann entschied er sich jedoch für eine andere Form des „Dienstes am Menschen“ und den Wechsel zum Studium der Theologie in Berlin, Marburg und Mainz. „Eine der schönsten Aufgaben, die für mich das Pfarramt bietet, ist das Engagement mit Menschen unterschiedlichen Alters. Sie alle können sich in der Gemeinde willkommen und vom Evangelium angesprochen fühlen. Diese Wahrheit gemeinsam mit der Gemeinde zu transportieren, ist mir ein großes Anliegen.“

Jugendarbeit: Ein wichtiger Baustein

Die Jugendarbeit liegt Timo Winzler besonders am Herzen. „Es ist toll, Jugendliche für die Kirche zu begeistern“, sagt er, „und Angebote zu machen, damit sie den Glauben als etwas Freudiges und Stärkendes erleben können, ohne ihnen starre Gebote aufzuhalsen.“ Ein Schlüssel dazu sei, ihnen mehr zuzutrauen. Etwa, indem man ihnen mehr Raum gibt, ihre eigenen Glaubensvorstellungen auszudrücken und sie in der Gemeinde und im Gottesdienst mehr mitmachen lässt – auch wenn mal Fehler passieren.

Der Umzug in den Taunus bietet auch Möglichkeiten für seine Hobbys, die er zum Ausgleich ausübt, wie Joggen im Wald, Fahrradfahren oder Schwimmen. „Als Berliner, der dann größtenteils im Rhein-Main-Gebiet studiert und auf dem Land das Vikariat gemacht hat, habe ich viele lokale Erfahrungen gemacht. Besonders wohl fühle ich mich, wenn Ländliches und Städtisches beieinander liegen – daher schätze ich mein neues Umfeld in beiden Gemeinden umso mehr“, sagt Timo Winzler.

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