SYNA und BUND freuen sich über neues Storchennest in Hochheim

Neue Kinderstube für Adebar

Bernd Zürn (r.) und die beiden SYNA-Mitarbeiter Christoph Bildhauer und Thomas Kohl packten ordentlich an. Foto: Christ

Main-Taunus-Kreis (red) – „Der da macht es nicht mehr lange mit!“, behauptete Klaus Hillerich am 14. Juni dieses Jahres. Mit „der da“ meinte der amtliche Storchenberinger einen rund sechs Meter hohen hölzernen Storchenmast.

Der stand seit vielen Jahren am östlichen Rand von Hochheim auf dem eingezäunten Gelände der Familie Christ.

Für Bernd Zürn vom BUND Flörsheim war dieser mahnende Hinweis von Klaus Hillerich Anlass, sofort tätig zu werden. Durch seine mehr als drei Jahrzehnte andauernde Betreuung der Störche im westlichen Teil des Main-Taunus-Kreises und dem Osten von Wiesbaden hat er zahlreiche nützliche Verbindungen. Zum Beispiel zu der Behindertenwerkstatt „ars e.V.“ in Marburg. Dort ließ er ein verzinktes eisernes Storchennest, einen sogenannten Horst, anfertigen. Durchmes-ser: 130 Zentimeter.

Den ebenfalls erforderlichen Holzmast lieferte ihm die SÜWAG/SYNA und stellte ihn auch noch am 3. November mit Hilfe eines Kranes am Standort des alten Mastes auf.

Über diese unbürokratische Hilfe waren die Beteiligten sehr dankbar. „Da hat wirklich jeder Handgriff gesessen“, freute sich Jürgen Krichbaum. Voll des Lobes war auch der Grundstückseigentümer Berthold Christ. Das hörten die beiden SYNA-Mitarbeiter Christoph Bildhauer und Thomas Kohl natürlich gern.

Jetzt hoffen alle Mitwirkenden, dass das neue Nest im kommenden Frühjahr auch angenommen wird. Die Wahrscheinlichkeit liegt, nach Meinung von Bernd Zürn, bei nahezu hundert Prozent. Grund für so viel Optimismus sind seine jahrelangen Beobachtungen.

Sie zeigen, dass dort regelmäßig erfolgreich gebrütet wird. „Im Durchschnitt sind es knapp drei Junge, die hier seit mehr als 15 Jahren schlüpfen“, weiß er aus seinen Aufzeichnungen. Und noch etwas fällt ihm auf: Seit mehreren Jahren wechseln die hier brütenden Altvögel regelmäßig. „Das ist zwar ungewöhnlich, aber nicht besorgniserregend. Bin gespannt, wen wir im kommenden Frühjahr als Mieter begrüßen können“, so der 81-jährige Flörsheimer BUNDler.

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