Filme zur Burg Eppstein bieten Kultur in Corona-Zeiten

„Meilensteine“ zugänglich machen

Szene aus der Gründungssage der Burg mit dem Riesen, gespielt von Albert Marthaler. Foto: Stadt- und Burgmuseum Eppstein

Eppstein (red) – Burg und Burgmuseum sind wegen der Pandemie derzeit geschlossen. Eppsteins Erste Stadträtin Sabine Bergold möchte in dieser Zeit trotzdem Kultur bieten. „Wir kommen mit der Historie zu Ihnen“, lautet ihre Devise.

Wer den Multimedia-Guide auf der Burg für einen Burgrundgang genutzt hat, kennt vielleicht auch die Filme, die dort abrufbar sind. „Aber längst nicht jeder hatte vielleicht die Zeit, sich damit ausführlich zu beschäftigen“, sagt die Kulturdezernentin. „Die Filme sind klasse. Was unsere Burgschauspieler und Ritter da ehrenamtlich geleistet haben, verdient Respekt“, meint Bergold.

Fünf kleine Szenen hat Museumsleiterin Monika Rohde-Reith 2017 für den Multimedia-Guide geschrieben. „Natürlich die Gründungssage der Burg“, sagt sie. „Das musste sein.“ Auch das Thema der Mainzer Erzbischöfe aus dem Hause Eppstein war ihr wichtig. Aber wie darstellen mit einfachsten Mitteln? „Wir hatten nicht mal ein Kostüm für einen Erzbischof“, erinnert sie sich. Die Herren von Eppstein auf dem Höhepunkt ihrer Macht und der Ausbau der Burg, diese Themen durften ebenfalls nicht fehlen. „Und natürlich eine kleine Kampfszene der Ritter.“ An zwei sehr intensiven Tagen wurde gedreht. „Wir hatten begrenzte Mittel, denn das Gesamtprojekt Multimedia-Guide wurde aufwendig vom Burgverein finanziert, da sollte der Dreh nicht so viel kosten.“ Durch die ehrenamtliche Unterstützung der Burgschauspieler und Ritter, die auch ihre Kostüme und Ausrüstung zur Verfügung stellten, sei es trotzdem gelungen, wichtige Themen der Burggeschichte im Film aufzubereiten.

Kulturdezernentin Bergold möchte diese „Meilensteine der Burggeschichte“ jetzt für alle zugänglich machen. „Wir werden Ihnen das Material in einer kleinen Serie auf Facebook anbieten.“

So könne man sich auch in Zeiten der Schließungen ein wenig mit der Burg Eppstein beschäftigen. „Und ich bin sicher, dass Sie den ein oder anderen Darsteller oder die Darstellerinnen sofort erkennen werden“, schmunzelt sie. Start war am vergangenen Samstag auf https://www.facebook.com/stadt.eppstein. Auch wer nicht auf Facebook angemeldet ist, kann sich die Filme dort anschauen.

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