Kampf gegen sogenannte invasive Arten im Hofheimer Stadtwald

Maßarbeit von Onix und Idefix

Beate Gutenthaler-Gillies (Fachbereich Bauen und Umwelt), Revierförster Karlheinz Kollmannsberger, David Kreddig (Fachbereich Bauen und Umwelt), Stadtrat Bernhard Köppler und Thilo Rinn mit Rückepferd Onix im Wald oberhalb von Marxheim. Foto: Stadt Hofheim

Hofheim (red) – Die Stadt setzt ihren Kampf gegen sogenannte „invasive Arten“ an Rändern des Stadtwalds fort. Die Untere Naturschutzbehörde des Main-Taunus-Kreises unterstützt sie dabei. Zu den angesprochenen Arten gehören Pflanzen wie beispielsweise der Kirschlorbeer.

Da der Zugang mit großen Maschinen in diesen Bereichen schwierig ist, waren in den vergangenen Wochen Rückepferde im Einsatz. „Wir haben das Problem, dass diese invasiven Arten unsere heimischen Arten verdrängen und das natürliche Gefüge in unserem Wald durcheinanderbringen“, erklärt Stadtrat Bernhard Köppler als zuständiger Dezernent für den Stadtwald.

Deshalb habe man nun mit Hilfe der Rückepferde auf einer etwa sechs Hektar großen Probefläche oberhalb von Marxheim den Kirschlorbeer samt Wurzel aus dem Erdreich gezogen.

Dieser Versuch soll zeigen, ob man die Pflanze auf diesem Weg nachhaltig entfernen kann. „Dieses bodenschonende Verfahren hat sich bereits bei anderen forstwirtschaftlichen Arbeiten bewährt“, erklärte Köppler.

Pferderücker Thilo Rinn entnimmt dabei mit den Pferden Idefix und Onix in geschickter Maßarbeit die Pflanzen zwischen den Bäumen und zieht die Gehölze zu einem Sammelplatz. Die beträchtliche Menge von über 150 Kubikmetern wird von dort aus abtransportiert. Warum sich die Pflanzen gerade dort so stark verbreitet haben, ob durch Samenflug, in den Wald geworfene Grünabfälle oder andere Gründe bestehen, lässt sich nicht abschließend sagen.

Deshalb appelliert die Stadt, keinen Gartenschnitt im Wald zu entsorgen, und regt an, im Hausgarten auch an die Pflanzung heimischer Gehölzen im Garten wie Liguster, Schneeball, Hartriegel, Feldahorn zu denken.

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