Heinrich-von-Kleist-Schule gedenkt NS-Opfer mit einem Aktionstag

Klare Kante gegen Antisemitismus

Ein Geschichtskurs der Oberstufe der Heinrich-von-Kleist-Schule aus Eschborn bei der Pflege eines Stolpersteins in Frankfurt-Höchst. Foto: Kleist-Schule

Eschborn (red) – Am 27. Januar jährte sich zum 75. Mal die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee.

Als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ hat die Heinrich-von-Kleist-Schule dieses Ereignis zum Anlass genommen, sich intensiver mit dem Thema Antisemitismus zu beschäftigen. Eine Arbeitsgruppe aus Schülern und Lehrkräften hatte schon vor Monaten begonnen, Ideen für die Gestaltung eines solchen Aktionstages zu sammeln. Und so konnte die Schulgemeinde am Montag einen sehr intensiven Tag erleben, an dem sich die ganze Schule mit dem Thema Antisemitismus beschäftigte. Stationenlernen, Kinobesuche, Gespräche mit Zeitzeugen, Spurensuche in Eschborn, Frankfurt, Bad Soden und Höchst, Workshops mit der Bildungsstätte Anne Frank und dem Jüdischen Museum und eine Konzertlesung standen dabei auf dem Programm. Der Tag startete mit einer Licht-aus-Aktion, bei der im ganzen Haus die Lichter ausgeschaltet wurden. Die Verdunkelung der Schule galt allen dabei als Metapher für Antisemitismus.

„Besonders dankbar sind wir, dass wir diesen Tag auch im Austausch mit der jüdischen I. E. Lichtigfeld-Schule begehen konnten“, so Fachbereichsleiter Heinz-Theo Krönker, der den Tag federführend organisiert hat.

Eine Schülerinnengruppe aus der Lichtigfeld-Schule war in Eschborn zu Gast und eine HvK-Gruppe konnte an diesem wichtigen Tag an einem Projekt in der Lichtigfeld-Schule mitarbeiten. Klare Kante gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten will die Schulgemeinde auch noch einmal besonders zum Ausdruck bringen, wenn sie am 3. April in Eschborn zu einer Menschenkette gegen Antisemitismus und für Menschenrechte aufruft.

Nähere Informationen zu dieser Aktion werden rechtzeitig bekanntgegeben.

„Wir danken unseren Schülern, Lehrkräften und unseren Freunden aus der Lichtigfeld-Schule für die intensive Arbeit am Aktionstag. Danke auch allen Kooperationspartnern, ein besonderer Dank gilt unserer Anti-Rassismus-AG, Fachbereichsleiterin Antonia Nickel, Fachbereichsleiter Heinz-Theo Krönker, Oberstudienrätinnen Annika Akdeniz-Taxer und Petra Dejon, Studienräten Benjamin Dörr und Paul Lins sowie Lehrerinnen Elisabeth Kallenberger und Sirwa Kader“, so Direktor Adnan Shaikh.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare