Gute Bilanz und wehmütiger Abschied

Melitta Wink (Mitte) hat 27 Jahre das Leben im Kindergarten Arche mitgestaltet. Jetzt wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Foto: privat

Neben einem verdächtigen Päckchen, einer alten Dame, die von drei Jugendlichen ausgeraubt wurde, und zahlreichen Unfällen hat die Woche auch Gutes gebracht: eine erfreuliche Bilanz von Storchen-Kenner Bernd Zürn und mobile Module für eine Schule in Eppstein.

Päckchen löst Polizeieinsatz aus

Ein verdächtiges Päckchen in einer Firma in der Benzstraße im Bad Homburger Industriegebiet Mitte hat am Mittwochnachmittag zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Gegen 14.45 Uhr hatte sich ein Mitarbeiter der Firma über den Notruf bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass eine verdächtige Postsendung eingegangen sei. Das Päckchen sei demnach „auffällig beschriftet“ gewesen, an einigen Stellen sei zudem eine Flüssigkeit ausgetreten. Daraufhin wurde der Gegenstand zunächst in einem Raum deponiert, anschließend wurden die Mitarbeiter aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Die Polizei sperrte den Bereich umgehend ab und veranlasste sogar eine Umleitung für den Stadtbusverkehr. Für Entwarnung sorgten schließlich die Experten der Sprengstoff-Entschärfergruppe des Landeskriminalamts. Nachdem diese die Postsendung zunächst geröntgt hatten, fanden sie in dem Päckchen Bücher, Schriftstücke und einen in Öl getränkten Lappen.

Jugendliche berauben Seniorin

Ebenfalls am Mittwoch ist eine 82-Jährige im Bad Homburger Stadtteil Kirdorf mutmaßlich von drei Jugendlichen überfallen worden. Den Angaben der Seniorin zufolge ist sie zwischen 13 und 15 Uhr in Richtung eines Fußgängerweges gelaufen, der die Kirdorfer Straße mit der Grabengasse verbindet, als zwei Jugendliche von hinten an sie herantraten und sie festhielten. Ein dritter habe ihr die Tragetasche aus der Hand gerissen, in der sich auch ihr Portemonnaie befand. Nachdem ein Täter gezielt die Geldbörse der Frau an sich genommen hatte, flüchtete das Trio Richtung Gewerbegebiet.

Mobile Module für die Schule

Die Gründung der Freiherr-vom-Stein-Schule in Eppstein im Jahr 1965 war eine Folge der geburtenstarken Jahrgänge. Jetzt, 54 Jahre später, platzt die Einrichtung wieder aus den Nähten. Die Folge: Wegen gestiegener Schülerzahlen werden an der Schule zusätzliche Räume in Form von mobilen Modulen geschaffen. Derzeit besuchen etwa 750 Mädchen und Jungen die Schule. Sie werden von 60 Lehrkräften in 31 Klassen unterrichtet. Zur Verfügung stehen aber nur 28 Klassenzimmer, wodurch es Wanderklassen gibt.

Gutes Jahr für Störche

„36 Jungstörche, das ist ein absoluter Rekord“, freut sich Bernd Zürn vom Flörsheimer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beim Rückblick auf das Jahr 2018. Sie waren auf insgesamt 14 Storchennestern (sogenannte Horste) im westlichen Main-Taunus-Kreis und den östlichen Randbezirken von Wiesbaden geschlüpft. Der größte Teil von ihnen – wie seit vielen Jahren – auf Hochspannungsmasten. Sehr zum Leidwesen der BUNDler und der Stromversorger, aber auch – ohne dass sie es wissen – der Störche selbst. Die Zahl der Stromtoten, also Störche, die an den Strommasten oder Leitungen zu Tode kommen, wächst. „Bei uns“, so der 81-jährige Zürn, „hatten wir Glück. Strom- und Straßentote sind mir für das Jahr 2018 nicht bekannt. Und bei den Jungstörchen weiß ich auch nur von einem einzigen, der aus dem Nest gefallen oder gestoßen wurde und nicht überlebte.“ Für das Jahr 2019 zeigt sich Zürn verhalten optimistisch. Die meisten Paare haben inzwischen ihre Nester besetzt. Bei einigen ist die Partnersuche noch nicht endgültig. „Da kann auch durchaus noch einmal getauscht werden. Störche sind, entgegen einer weit verbreiteten Meinung, nicht sonderlich partnertreu“ weiß der BUND-Aktive.

Zwei Unfälle mit U-Bahnen

Zu einem Zusammenstoß zwischen Auto und Bahn kam es gegen 9.25 Uhr an der Hohemarkstraße, Ecke Glöcknerwiese in Oberursel. Der Fahrer eines weißen Wagens wollte über die Gleise abbiegen und übersah dabei laut Polizei vermutlich die herannahende U-Bahn. Etwa zwei Stunden zuvor hatte ein Lkw in Weißkirchen an der Stadtgrenze zu Frankfurt beim Rechtsabbiegen eine rote Ampel überfahren und war mit der Bahn zusammengestoßen, wodurch ein größerer Sachschaden entstand. Die Strecke der Linie U3 war zwischen Bahnhof und Niederursel für etwa eine Stunde gesperrt.

Unfall mit Rettungswagen

Ebenfalls am Donnerstagmorgen ereignete sich in Sulzbach ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem vier Personen verletzt wurden und ein hoher Sachschaden entstand. Ersten Ermittlungen an der Unfallstelle zufolge kollidierte ein BMW gegen 9.10 Uhr im Kreuzungsbereich der Landesstraße 3014 und der L 3266 mit einem Rettungswagen. Dieser war mit Sondersignalen auf der L 3266 in Fahrtrichtung Bad Sodener Innenstadt unterwegs und fuhr während einer Rotlichtphase in den Kreuzungsbereich hinein. Alle vier Insassen beider Fahrzeuge wurden in die Klinik gebracht.

Wehmütiger Abschied

„Ohne dich können wir uns die Arche gar nicht vorstellen“, so endeten die Dankesworte von Monique Seidel, Leiterin des Kindergartens Arche in Wallau, zur Verabschiedung von Melitta Wink. Sie hatte 27 Jahre das Leben und die Arbeit im Kindergarten Arche mit gestaltet. Jetzt trat Melitta Wink in den Ruhestand.

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