2020 ist kein gutes Steinkauz-Jahr – Kein Turmfalken-Nachwuchs unterm Kirchendach

Geburtenschwacher Jahrgang

So weit entwickelt sind zur Zeit die ältesten Steinkauzküken. Foto: privat

Main-Taunus-Kreis (red) – „Wenn ich bei der Kontrolle in 45 Steinkauzröhren nur sieben erfolgreiche Bruten mit Eiern oder Jungen finde, dann ist das kein Grund zur Freude“, bilanziert der Flörsheimer BUNDler Bernd Zürn jetzt das „Steinkauz-Jahr 2020“ für den Bereich Flörsheim, Weilbach und Wicker.

Von anderen Steinkauzbetreuern aus der Region hat er ähnlich schwache Ergebnisse erfahren. .

Eigentlich waren die Voraussetzungen für reichlichen Nachwuchs bei Athene noctua, so der wissenschaftliche Name für den Steinkauz, in diesem Jahr gut. Es war bisher weder zu nass noch zu kalt. Das führt in der Regel dazu, dass die Mäuse sich gut vermehren. Und Mäuse hat der Steinkauz „zum Fressen“ gerne. Den Grund für das unerwartet schlechte Brutergebnis kennt bisher noch niemand.

Aber nicht nur bei den Steinkäuzen hatte Zürn wenig Grund zur Freude. Bei der Besteigung des Turms der evangelischen Kirche in Okriftel mussten Willi Reinhart und Zürn feststellen, dass weder ein Turmfalken- noch ein Schleier-eulenpaar den auf dem Dachboden von Reinhart gebauten 80 x 70 x 60 cm großen Holzkasten als Nistplatz ausgewählt hatten. Reinhart hat wenig Hoffnung, dass sich das noch ändert.

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