Vortrag im Bürgerhaus

Ellen Marx: Jüdin und Menschenrechtlerin

+
Ellen Marx wurde als Ellen Pinkus in eine deutsch-jüdische Familie in Berlin geboren.

Schwalbach (red) – Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Fraueninitiative Schwalbach und die Gleichstellungsstelle der Stadt Schwalbach laden für Mittwoch, 6. Februar, 19.

Die deutsche Menschenrechtlerin verstarb am 11. September 2008 in Buenos Aires.

30 Uhr zu einem Vortrag und gleichzeitig einer Lesung über Ellen Marx unter dem Titel „Jüdin und Menschenrechtlerin – von Berlin nach Buenos Aires“ mit der Autorin Jeanette Erazo Heufelder aus Berlin in das Bürgerhaus ein. Die Biografie von Ellen Marx erzählt von einem deutsch-jüdischen Emigrantenlos, das zugleich Familientragödie in der Zeit der letzten Diktatur in Argentinien ist. Als Tochter einer Mutter, die in Auschwitz ermordet wurde, und als Mutter einer Tochter, die 1976 in den Folterlagern des argentinischen Militärs verschwunden war, ist sie bis zu ihrem Tod 2008 von abwesenden sehr nahen Verwandten umgeben. In ihrem Kampf um Aufklärung der verschwundenen Tochter hatte sie sich den Müttern der Plaza de Mayo angeschlossen und war dort eine der mutigsten Frauen. Schließlich nach dem Zusammenbruch der Militärdiktatur setzte sie ihren Widerstand mit rechtlichen Mitteln fort.

Die Autorin, Jeanette Erazo Heufelder, ist eine deutsche Ethnologin, die sich in ihren Filmen und in ihren Büchern mit Lateinamerika beschäftigt. 2004 erschien ihre Biografie „Fidel Castro. 133 Blicke auf den Máximo Lider. Ein Kaleidoskop“. 2014 erschien ihr Buch über Ellen Marx und 2017 „Der argentinische Krösus. Eine kleine Wirtschaftsgeschichte der Frankfurter Schule“. In ihrem neuesten Buch, 2018 erschienen, „Welcome to Borderland“ beschäftigt sie sich mit der US-amerikanischen Grenze. Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare