MTK: Das Wichtigste der Woche

Coole Schlitten, Seilbahn-Visionen und eine clevere alte Dame

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Auch dieser Lancia wurde bewundert, gecheckt und auf die Reise nach Monte Carlo geschickt.

Durchwachsen fällt die Bilanz der vergangenen Woche aus. Bei vielen guten Nachrichten sorgt eine Meldung für Kopfschütteln und Entsetzen: Zwei 16 und 15 Jahre alte Täter prügeln auf einen 16-Jährigen ein.

Anbindung durch die Luft

Wie lässt sich das Usinger Land besser an den Vordertaunus und die Rhein-Main-Region anbinden. Die Frage beschäftigt die Kreispolitik seit Jahrzehnten. Landrat Ulrich Krebs und Regionalverbandsdirektor Thomas Horn (beide CDU) haben jetzt eine Seilbahnverbindung ins Spiel gebracht – eine Idee, die auch in der SPD auf Zustimmung stößt. Sprich: Wenn die Koalitionspartner an einem Strang ziehen und entsprechende Untersuchungen ergeben, dass sich mit einer Seilbahn von der Hohemark nach Schmitten eine größere Zahl an Menschen über den Taunuskamm transportieren ließen, könnte aus der Idee tatsächlich etwas werden. Da auch RMV-Geschäftsführer Knut Ringat über Beförderungswege per Seilbahn laut nachgedacht hat, scheint derzeit zwischen Himmel und Erde vieles möglich.

Raubversuch in Kronberg

Bei einem Raubversuch haben zwei Jugendliche am Donnerstagnachmittag in der Le-Lavandou-Straße in Kronberg einen 16-Jährigen geschlagen. Gegen 16.45 Uhr wurde der aus Bad Homburg stammende Junge im Bereich des Parkplatzes unweit der Altkönigschule von den beiden Tätern in aggressivem Ton angesprochen und dabei sofort in eine abgelegene Ecke gedrängt. Ohne dass der Bedrängte einen Grund lieferte, schlug einer der beiden Jugendlichen mehrfach auf ihn ein. Dann forderte der Schläger sein Opfer auf, sämtliche Wertgegenstände herauszurücken. Als sich der Bad Homburger weigerte, schlugen beide Täter auf den 16-Jährigen ein und bedrohten ihn mit einem Messer. Der 16-Jährige nutzte in diesem Moment die nächstbeste Gelegenheit zur Flucht und rannte zu einer nahe gelegenen Sporthalle. Als Folge des brutalen Überfalls erlitt er mehrere Hämatome. Nachdem er seinen Eltern von dem Vorfall berichtet hatte, erstatteten diese Anzeige bei der Polizei.

Den Beamten des Jugendkommissariats der Bad Homburger Kriminalpolizei gelang es dann auch, die beiden Täter zu ermitteln. Als überaus hilfreich erwies sich, dass der 16-Jährige einen der Täter noch aus seiner Grundschulzeit kannte. Es handelte sich um einen 16-Jährigen aus Kronberg. Bei der Vernehmung des Tatverdächtigen räumte der Kronberger gegenüber den Kriminalbeamten zwar ein, an jenem Tag vor Ort gewesen zu sein, stritt aber die Tat erst einmal völlig ab. Die weiteren Ermittlungen zu dem zweiten Täter führten schließlich zu einem 15-jährigen Königsteiner, der sich zwischenzeitlich auch bereits bei der Polizei meldete.

Schnelle Reaktion

Nach dem tödlichen Unfall auf der Bundesstraße 519 in Kelkheim, bei dem wie berichtet ein 22-jähriger Kelkheimer ums Leben gekommen war, will der Main-Taunus-Kreis die Sicherheit an der Unfallstelle erhöhen. Als Sofortmaßnahme wird das Tempo an der Einmündung Kelkheim-Stadtmitte in Richtung Königstein auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert, weitere Schritte sollen folgen.

Platz zwei für Silja Kasper

Die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) lobt jedes Jahr einen Preis für die besten deutschen Französisch-Schüler aus. Die Auszeichnung wird für Teilnehmer aus Frankfurt und Umgebung in den Kategorien Grund- und Leistungskurse verliehen. In diesem Jahr belegte eine Schülerin aus Königstein den zweiten Platz bei den Grundkurs-Bewerbern: Silja Kasper vom Taunusgymnasium. Mit ihrem schriftlichen Beitrag „Le défi“, die Herausforderung, schaffte es Silja Kasper aus dem Französischkurs der Einführungsphase des Taunusgymnasiums Königstein in die Finalrunde. Ihr Beitrag beschäftigte sich mit ihren eigenen positiven Erfahrungen mit dem Nachbarland, die sie zu der Problematik des Ersten Weltkriegs in Beziehung setzte.

Rallye Monte Carlo Historique

Wie in alten Zeiten, als das Original noch in Bad Homburg gestartet wurde und Walter Röhrl und Co. sich in Richtung Monaco auf den Weg machten: Am Freitag gingen 27 Teams in der Kurstadt an den Start der Rallye Monte Carlo Historique und Bad Homburg war wieder im Monte-Fieber. Zum 22. Mal nahmen die klassischen Rallye-Fahrzeuge, deren Typen schon zwischen 1955 und 1980 die Rallye Monte Carlo absolviert haben, von 12 Uhr an Aufstellung in der Fußgängerzone und konnten von den Motorsport-Fans unter die Lupe genommen werden. Um 14 Uhr senkte Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes dann zum ersten Mal die Flagge an der Startrampe vor dem Kurhaus. Ein Automobilexperte stellt die Fahrzeuge und ihre Fahrer vor, die im Minutentakt auf die über 1.000 Kilometer lange Anfahrtsetappe nach Monte Carlo geschickt werden und dann in den französischen Seealpen Dutzende Wertungsprüfungen bestehen müssen.

Trickbetrüger rausgeworfen

Dreiste Trickbetrüger wollten am Freitag eine Seniorin in Bad Soden hinters Licht führen. Doch die 77 Jahre alte Neuenhainerin war geistig auf der Höhe und blockte die Kriminellen noch rechtzeitig ab. Zwei Unbekannte hatten gegen 17 Uhr an ihrer Haustür in der Ulmenstraße geklingelt und vorgegeben, als Sanitär-Fachkräfte nach den Wasserhähnen schauen zu müssen. Einer der beiden begab sich in die Badezimmer, während der andere die 77-Jährige abzulenken versuchte. Die Frau bemerkte den Täuschungsversuch jedoch schnell und verwies die beiden des Hauses.

Weniger Flüchtlinge

Die Zahl der Geflüchteten im Hochtaunuskreis ist deutlich zurückgegangen. Nur noch 1.400 Menschen, die im Kreis leben, befinden sich momentan in einem Asylverfahren. Das teilte Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Katrin Hechler (SPD) mit.

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