Vorsorgliche Maßnahme

Blauzungen-Sperrgebiet: Bislang kein Fall von Tierkrankheit

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Die Blauzungen-Krankheit befällt vor allem auch Rinder.

Main-Taunus-Kreis (umb) – Die Nachricht kam am Montag überraschend: Der Main-Taunus-Kreis ist zum Schutz gegen die Blauzungen-Krankheit vorsorglich zum Sperrgebiet erklärt worden.

Auch wenn, wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilte, bislang kein Tier erkrankt ist: „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, um das Vieh im MTK zu schützen“, erläuterte die Veterinärdezernentin. Menschen drohe durch die Viruserkrankung keine Gefahr, es gebe nur Beschränkungen für die Haltung und Verbreitung von Tieren. Die Viruskrankheit wird von Stechmücken übertragen. Sie befällt vor allem Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Wiederkäuer wie Rehe und Hirsche sowie Neuweltkameliden (höckerlose Kamele aus Südamerika). Infizierte Tiere können mit Medikamenten behandelt werden. Der Verzehr von Fleisch erkrankter Tieren ist für den Menschen nicht gefährlich.

Die Sperrgebietsregelung hat Konsequenzen für die Halter der gefährdeten Arten: Sie müssen den Standort ihrer Tiere unverzüglich dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen beim Main-Taunus-Kreis melden. Zudem dürfen keine Tiere, Embryonen, Samen und Eizellen aus dem Kreis gebracht werden.

Den Angaben zufolge ist die Krankheit im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Zweibrücken (beide Rheinland-Pfalz) ausgebrochen; Gebiete bis zu einer bestimmten Entfernung gelten zumindest als potenziell gefährdet. Daher habe das Land den Kreis angewiesen, das Sperrgebiet einzurichten. Nähere Informationen für Tierhalter gibt es beim Veterinäramt unter 06192-2016191 und per E-Mail an veterinaerwesen@mtk.org.

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