Schülerfilm aus dem Kreis bei hessenweitem Wettbewerb ausgezeichnet

Apfelschuss als Doppeltreffer

Ganz schön aufregend: die Dreharbeiten zu Wilhelm Tell. Foto: MTK

Main-Taunus-Kreis (red) – Ein Schüler-Filmprojekt aus dem Main-Taunus-Kreis ist bei einem hessischen Landeswettbewerb ausgezeichnet worden. Wie Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier mitteilt, belegte das Projekt „Wilhelm Tell“ an der Eichendorffschule Kelkheim den 3.

Platz in der Kategorie von 12 bis 15 Jahren bei der „Visionale Hessen“. Das Filmprojekt war von Khalid Asalati vom Jugendbildungswerk des Kreises betreut worden. Bei der „Visionale“, dem größten und ältesten Jugendfilmfestival in Hessen, waren landesweit 140 Filme eingereicht worden. „Mit diesem Projekt hat der Main-Taunus-Kreis kreative Förderung und die Integration von Kindern aus dem Ausland verbunden“, fasst Kollmeier zusammen.

Der zehnminütige Film verbindet die Geschichte des Schweizer Freiheitskämpfers Wilhelm Tell und seines Apfelschusses mit Straßeninterviews zum Thema Freiheit. Die „Visionale“-Jury urteilte: „Hier wird ein Klassiker der Weltliteratur mit Hilfe von selbstgemachten Kostümen und Requisiten, sowie klug gestellten Fragen, spielerisch leicht vermittelt. So macht Sprache lernen Spaß!“

Das Projekt richtete sich an Jugendliche von 11 bis 16 Jahren, die erst seit kurzem in Deutschland leben und die Landessprache noch nicht richtig beherrschen. Es fand im Rahmen des „Sprachcamps“ an der Eichendorffschule während der Sommerferien 2019 statt. 18 Jugendliche lernten unter Anleitung den Umgang vor und hinter der Kamera, bis hin zum finalen Schnitt. Dabei wurde auch intensiv Deutsch geübt, wie Kollmeier erläutert.

Die Platzierung sei „eine tolle Anerkennung für die Leidenschaft aller Teilnehmer und des gesamten Teams“. Da habe wohl „nicht nur Tell mit der Armbrust den Apfel, sondern der Film auch beim Thema ins Schwarze getroffen“.

Der Schuldezernent hob auch das Engagement der Eichendorffschule hervor, die mit ihrem Sommercamp einen wichtigen Beitrag zur Integration leiste. Oft gingen während der langen Ferien viele der Kenntnisse aus dem Unterricht verloren; die Kinder unterhielten sich in ihren Familien in der Regel nur in der Herkunftssprache: „Das Sprachcamp kann dazu beitragen, das vor den Ferien Gelernte aufzufrischen“.

Die Preise beim Wettbewerb – das Projekt an der Eichendorffschule erhielt ein Preisgeld von 100 Euro – wurden im Gallustheater in Frankfurt übergeben. Der Film aus dem Main-Taunus-Kreis kann im Internet abgerufen werden – auf der Seite www.Mediathek-Hessen.de – über die Stichwortsuche „Wilhelm Tell“.

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