Übersicht aller Fortschritte auf Homepage abrufbar – erste Vereinbarungen unterzeichnet

Alle Radschnellweg-Projekte in der Region auf einen Blick

Taunus/Rhein-Main (red) – Im vergangenen Jahr hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain mit seiner Radwegeoffensive in der Region für Furore gesorgt: Neun Radschnellwege sollen künftig die Region FrankfurtRheinMain durchziehen.

Der Regionalverband will dafür Machbarkeitsstudien mit den profitierenden Kommunen und Landkreisen auf den Weg bringen und sich anschließend hauptverantwortlich um die Umsetzung kümmern, denn „auf Machbarkeitsstudien kann man nicht Rad fahren“, wie der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent Rouven Kötter (SPD) oft betont.

Die Corona-Krise hat natürlich auch dieses ambitionierte Vorhaben vor Herausforderungen gestellt. Der Verband will deshalb seine Fortschritte ganz transparent darstellen: „Auf unserer Homepage gibt es ab sofort eine Übersicht aller Projekte, die den aktuellen Stand und die kommenden Schritte zeigt. Dazu gibt es einige grundsätzliche Informationen zu den einzelnen Radschnellwegen und Erläuterungen zu den Arbeitsschritten. Alle Interessierten sehen auf einen Blick, wie ihre Wunschprojekte vorankommen“, erläutert Kötter. Die Übersicht ist im Stil eines Jahrmarkt-Rennens gestaltet und lässt so unmittelbar erkennen, wie weit die einzelnen Vorhaben in Planung und Umsetzung bereits vorangeschritten sind.

So erfährt man beispielsweise, dass das Pionierprojekt, der Radschnellweg FrankfurtRheinMain (FRM) 1 von Darmstadt nach Frankfurt, erwartungsgemäß am weitesten fortgeschritten ist. Hier hatte der Regionalverband im Jahr 2015 die Machbarkeitsstudie vorgelegt, mittlerweile konnte unter Federführung der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH und der engagierten Arbeit des Kelsterbacher Bürgermeisters Manfred Ockel (SPD) der erste Bauabschnitt zwischen Egelsbach und Darmstadt-Erzhausen eröffnet werden. Weitere Abschnitte befinden sich in Arbeit.

Ganz so weit ist man bei den Projekten FRM 7 (Hanau – Frankfurt nordmainisch) und FRM 5 (Vordertaunus – Frankfurt) noch nicht. Aber hier liegen die Machbarkeitsstudien bereits vor (FRM 7) oder sind für diesen Sommer angekündigt (FRM 5). Anschließend will der Regionalverband gemeinsam mit den Kommunen in die Umsetzung gehen.

Für die beiden Radschnellwege, die den Kreis Offenbach betreffen (FRM 8 und FRM 9), konnten bereits Absichtserklärungen mit allen Projektpartnern unterzeichnet werden. Hier sollen als nächster Schritt zwei Machbarkeitsstudien beauftragt werden.

Eine Besonderheit stellt der FRM 2 dar, der von Groß-Gerau bis zum Frankfurter Flughafen verlaufen soll. Hier übernimmt der Kreis Groß-Gerau die Projektkoordination und der Regionalverband arbeitet als Projektpartner zu.

Für den FRM 3 von Wiesbaden nach Frankfurt über Hofheim, Kriftel und Hattersheim sieht das Land Hessen in seiner Potenzialanalyse große Chancen. Hier soll bis zum Sommer der Startschuss für ein Kooperationsprojekt des Verbandes und der Kommunen gegeben werden. Gleiches gilt für den FRM 6 quer durch die Wetterau von Butzbach bis nach Frankfurt und den FRM 4 Taunushang von Bad Soden über Schwalbach nach Eschborn – mit Anschluss an den Radschnellweg Vordertaunus FRM 5 von Friedrichsdorf über Bad Homburg, Oberursel, Steinbach und Eschborn nach Frankfurt.

Die Planungen des Regionalverbandes berücksichtigen aber nicht nur die Berufspendlerinnen und -pendler auf den „großen“ Strecken, auch für die Alltags- und Freizeitradler soll sich vieles verbessern: Während sich das beschriebene erste Maßnahmenpaket der Radwegeoffensive maßgeblich um Radschnellwege drehte, soll noch in diesem Jahr ein zweites Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht werden, das sich um die Lückenschlüsse in den überörtlichen Radrouten kümmert. Dies sind regionale Radrouten, die Städte und Gemeinden miteinander verbinden, aber kein Potenzial für einen Radschnellweg haben.

Informationen zu den Radschnellwegen und den Link zur neuen Übersicht gibt es unter

www.region-frankfurt.de/rsw.

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