Stadt untersucht, wo und wie Fledermäuse in Bad Homburg leben

Zweifelsfreie Bestimmung

Grafik: pixabay

Bad Homburg (red) – Wo und wie leben die Fledermäuse in Bad Homburg? Dieser Frage will die Kurstadt nachgehen – in einer Studie zur Population in zwei alten Beständen im Stadtwald.

Die Waldbestände, die jetzt untersucht werden, sind wegen des Naturschutzes als sogenannte „dauerhafte Flächenstilllegung“ ausgewiesen, so die Stadt. Das heißt konkret, dass dort in Zukunft auf jedwede Form der Holznutzung verzichtet wird. Diese Bereiche zeichnen sich durch einen großen Anteil alter und toter Bäume sowie viele Baumhöhlen und Totholz aus. In einem dieser Bestände wurden in den vergangenen Jahren fünf der sechs in Hessen vorkommenden Spechtarten festgestellt.

Die Spechthöhlen dienen zugleich Fledermausarten als Quartier, unter anderem als sogenannte Wochenstuben. So werden Quartiere bezeichnet, in denen sich die trächtigen Weibchen zusammenfinden und ihre Jungtiere zur Welt bringen. Diese Waldbereiche sind besonders wertvolle Refugien. Die Mitarbeiter der städtischen Umwelt- und Landschaftsplanung wollen nun in ihrer Untersuchung den besonderen Wert dieser „Flächenstilllegungen“ für den Naturschutz und als Refugien für die Fledermäuse dokumentieren. „Wundern Sie sich also nicht, wenn nachts im späten Frühjahr und im Sommer im Wald Geräte den Orientierungsschall von Fledermäusen aufnehmen, um das Artenspektrum zu erfassen, und mit großen Netzen Fledermäuse gefangen werden, um sie zweifelsfrei zu bestimmen oder auch einzelne Fledermäuse mit kleinen Sendern zu versehen“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU).

Die Fledermäuse mit Sender können verfolgt und so ihre Quartiere ausfindig gemacht werden, was ansonsten nicht möglich wäre, erklärt die Stadt.

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