Aufklärungsquote hoch

Hochtaunuskreis: Wieder weniger Straftaten

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Auch bei den Kfz-Diebstählen gab es rückläufige Fallzahlen.

Hochtaunuskreis (red) – Die Kriminalitätsbelastung im Hochtaunuskreis ist im Jahr 2018 erneut gesunken und weist den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre auf. Mit genau 9983 Straftaten wurden 607 Fälle (Rückgang: 5,7 Prozent) weniger erfasst als noch im Vorjahr.

Die Kriminalitätsbelastung ist mit 4.230 Straftaten pro 100.000 Einwohner ebenfalls weiter gesunken (2017: 4507) und erreicht den niedrigsten Wert innerhalb der letzten zehn Jahre im Hochtaunuskreis. Das ist das Fazit der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2018. Sie wurde von Landrat Ulrich Krebs und Kriminaloberrat Viktor Lekic am Mittwoch präsentiert. "Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten für die hervorragende Arbeit. Die guten Zahlen belegen, dass der Hochtaunuskreis zu einem der sichersten Landkreise Hessens gehört", sagte Landrat Ulrich Krebs. Die Aufklärungsquote von 56,8 Prozent verzeichnete einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Es handelt sich aber immer noch um den dritthöchsten Wert seit dem Jahr 2010: Demnach wurden sechs von zehn Straftaten aufgeklärt.

Häufigstes Delikt ist der Diebstahl mit 3592 Fällen, gefolgt von der Körperverletzung (1050) und dem Diebstahl von Fahrrädern (437). Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging weiter auf 468 zurück. Auch bei den Kfz-Diebstählen gab es rückläufige Fallzahlen. In diesem Deliktsbereich wurden fast 65 Prozent Fälle weniger angezeigt (2018: 36 Fälle, 2017: 102 Fälle). "Jeder Diebstahl ist einer zu viel. Unsere positive Entwicklung zeigt, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen haben, um solche Delikte frühzeitig zu erkennen, zu unterbinden und aufzuklären", erklärt Viktor Lekic. Als positiv zu bewerten ist der Rückgang im Bereich der Straßenkriminalität, in dem mit 2304 Fällen die niedrigste Fallzahl seit 2006 zu verzeichnen ist.

Insbesondere Kriminalität im öffentlichen Raum beeinflusst das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in großem Maße. Umso erfreulicher ist, dass sich der kontinuierliche Rückgang der vergangenen Jahre auch im Jahr 2018 fortgesetzt hat. Eine weiterhin große Herausforderung ist Lekic zufolge die hohe Anzahl von Gewalttaten gegen Polizeibeamte. Hierfür wurde der in Frage kommende Schutzparagraf 112 seit April 2017 geändert. Die neuen und weiter gefassten Schutzparagrafen haben zur Folge, dass die erfassten Taten gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte steigen. Mit einer modernen Schutzausstattung und Body-Cams sollen die Attacken und Angriffe reduziert werden. Zudem wurde die Präsenz der Polizei im Raum weiter erhöht.

Ein wichtiger Baustein der erfolgreichen Kriminalitätsbekämpfung ist und bleibt die Unterstützung durch die Bevölkerung. Die vertrauensvolle und partnerschaftliche Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger trug auch im vergangenen Jahr in großem Maße zur Aufklärung einer Vielzahl von Straftaten bei.

Gemeinsam will man diesen Weg fortsetzen und dafür sorgen, dass der Hochtaunuskreis weiterhin einer der sichersten Landkreise Hessens bleibt.

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