Obstbäume im Feld leiden unter Hitze und Trockenheit

Wasser gegen den Trockenstress

Die 10 Aktiven der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld, die an der Bewässerung beteiligt waren, haben 870 Bäume mit Brauchwasser gegossen. Foto: privat

Bad Homburg (red) – Die bereits im letzten Jahr herrschende Hitze und Trockenheit und die Fortsetzung dieser Wetterlage schädigt die jungen Obstbäume im Kirdorfer Feld ganz erheblich.

Die Bäume haben Trockenstress, bekommen gelbe Blätter, haben keine Widerstandskraft gegen Schädlinge und treiben ihrem Alter entsprechend nicht stark genug aus. Im Extremfall sterben sie ab.

Vor diesem Hintergrund hat die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) seit Anfang Juli rund 850 Obstbäume, die in den letzten 12 Jahren im Feld gepflanzt worden waren, mit jeweils 100 Litern Brauchwasser bewässert.

Die Situation ist in diesem Jahr noch gravierender als im vergangenen Jahr. Hatte es im Winter 2017/18 noch genügend geregnet, so dass die Bäume bis in den August auf Reserven im Boden hatten zurückgreifen können, so ist wegen des ausgebliebenen Niederschlags im Winterhalbjahr 2018/19 die Trockenheit im Kirdorfer Feld zur Zeit ein deutlich größeres Problem als im Jahr zuvor.

Die Situation ist daher für die Bäume stressiger als im vergangenen Jahr, obwohl es in diesem Sommer bisher nicht durchgehend so sonnig und so heiß war wie 2018. Die 10 Aktiven der IKF, die an der Bewässerung beteiligt waren, haben rund 400 Bäume im Naturschutzgebiet, die von der Oberen Naturschutzbehörde in Darmstadt betreut werden, 100 Bäume, die auf städtischen Grundstücken im Landschaftsschutzgebiet stehen – unter anderem am Usinger Weg und im Obstbaumuseum – sowie 370 Bäume der IKF-Mitglieder gewässert – natürlich mit Brauchwasser. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei die im vergangenen Herbst und Winter gepflanzten ganz jungen Bäume, die schon inzwischen dreimal im Mai, im Juni und in diesem Monat gewässert werden mussten, damit sie über den Sommer kommen.

Die IKF ist recht zuversichtlich, die meisten Bäume durchzubringen. Man hatte bereits im vergangenen Jahr allerdings nicht in diesem Umfang gewässert, so dass die meisten Bäume gut ausgetrieben hatten. Erstmals hat in diesem Jahr die IKF den Auftrag der Oberen Naturschutzbehörde und der Stadt erhalten, auch deren Bäume zu wässern.

Wenn es in den nächsten zwei Wochen nicht nachhaltig mit mindestens 50 Litern pro Quadratmeter regnet, muss nach Einschätzung der IKF die Bewässerungsaktion noch einmal im August wiederholt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare