Auftakt des 3. Sozialen Schulhalbjahres in Steinbach

Vorfreude auf neue Begegnungen

Die Schüler erlebten durch einen Sensibilisierungsparkour am eigenen Leib, wie Behinderungen das tägliche Leben beeinträchtigen können. Foto: Kremser

Steinbach (red) – In großer Runde ging das mittlerweile dritte Soziale Schulhalbjahr, ein Kooperationsprojekt der Sozialen Stadt mit der Phormsschule, Avendi, der brücke und dem VdK, an den Start.

Zwei neue Kooperationspartner sind in diesem neuen Schuljahr dazugekommen: die Hausaufgabenhilfe der Caritas, die mit zwei Plätzen dabei ist. Als äußerst bereichernd ist der Besuch des Hospizdienstes Oberursel und Steinbach im Unterricht in der Phormsschule und der Gegenbesuch der Schüler im Hospiz St. Barbara in Oberursel von allen Seiten erlebt worden.

Anfang Februar werden sich die Jugendlichen der 9. Klasse mit ihren vierundzwanzig Senioren das erste Mal treffen. Davor hatten die Schüler nun vielfältige Gelegenheiten, sich mit den Themen Alter und Behinderung auseinanderzusetzen.

Wie es in etwa ist, wenn es „anders“ ist, erlebten sie durch einen bestens vorbereiteten Sensibilisierungsparkour am eigenen Leib. Denn der Vdk hatte beeindruckendes Simulationsmaterial mitgebracht: zwei Alterssimulationsanzüge, einen Schlaganfall simulierenden Anzug, zudem einen Rollstuhl, der im Parkour befahren werden konnte, und Seheinschränkungsbrillen, die beispielsweise eine Makula-Degeneration simulieren. Zahlreiche Ehrenamtliche des VdK halfen die Anzüge anzulegen und begleiteten durch die Parkours – und die jungen Leute probierten höchst interessiert alles aus.

Was sie dann in der Abschlussrunde mitteilten, beeindruckte und erfreute alle Anwesenden gleichermaßen: „… Mein Opa sieht schlecht und ich konnte das bislang nicht nachvollziehen, was das eigentlich bedeutet. Jetzt schon!“ „Das kann ja auch junge Leute treffen. Toll, wie viele Menschen ihren Alltag meistern und dass wir dies hier ein wenig nacherleben können!“ „Es war eine coole Erfahrung! Und es war viel schwerer, als ich zuvor gedacht habe.“ „Danke, dass wir diese Erfahrungen machen konnten!“

Festzustellen ist: Das Leben ist ein guter Lehrmeister. Und Schule hat das erkannt. Wie gut, dass so viele Menschen sich hier beteiligen und ineinanderwirken! Bürgermeister Steffen Bonk dankte allen: den engagierten Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen und vor allem aber auch den ebenso engagierten Seniorinnen und Senioren und den Jugendlichen – den Hauptakteuren in diesem Generationenprojekt.

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