Vorbildliches Engagement

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Das langfristige, kontinuierliche und nachhaltige Engagement der beiden Kommunen sei vorbildlich, die Netzwerke, die so viele Mitspieler in diesem Prozess miteinbänden, beispielhaft, sagte die Sozialdezernentin.

Der Willkommenstreff der katholischen Pfarrei St. Ursula Gemeindeort Liebfrauen in Oberursel wurde ausgezeichnet, weil sich die Kirchengemeinden in der Stadt seit über 40 Jahren kontinuierlich für Migranten engagieren.

Bereits im Jahr 1973 wurde für Aussiedler aus den ehemaligen Ostblockstaaten das ökumenische "AnZiehEck" gegründet, eine Einrichtung für Bedürftige, die für wenig Geld gut erhaltene Kleidung erwerben können. Bis heute betreiben Ehrenamtliche die Einrichtung.

Im Mai 2014, kurz vor dem starken Anstieg ein- und durchreisender Geflüchteter und Migranten aus Syrien, Afghanistan und Irak, gründete sich das städtische Netzwerk "Flüchtlingshilfe / Integration Oberursel" auf Initiative von Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum. Die katholische Gemeinde in Person der Gemeindereferentin Sandra Anker hatte dafür seit 2007 die Vorarbeit geleistet, indem sie ein Netzwerk für die Flüchtlingshilfe aufgebaut und den Runden Tisch Flüchtlingshilfe im Hochtaunuskreis initiiert hatte.

Der Integrationspreis ging auch an das Sportfest "Sport ohne Grenzen – Grävenwiesbach bewegt sich" für das kontinuierliche Engagement der Gemeinde Grävenwiesbach mit seinen Institutionen und Vereinen über 30 Jahre hinweg. Das Wohnheim für geflüchtete Menschen besteht seit nahezu 28 Jahren. Heute bietet das Café International in den Räumen der katholischen Kirchengemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft ehrenamtliche Sprachkurse und Hilfe bei Behördengängen an. Der Internationale Bund gibt in Räumen des Bürgerhauses Sprachunterricht. Seit 2016 nimmt die Gemeinde am Programm "Sport und Flüchtlinge" des hessischen Innenministeriums teil.

Für ihren haupt- und ehrenamtlichen Einsatz für Integration wurde außerdem Turcan Aktürk geehrt. Sie ist türkische Muttersprachlerin, spricht fließend Deutsch, ist Muslima und Mutter dreier Kinder. Als Sprachtrainerin arbeitet sie in verschiedenen Friedrichsdorfer Einrichtungen.

Die Sprachlehrerin geht auf Eltern unterschiedlicher kultureller Prägung zu und unterstützt die Einrichtungen in ihrem Bemühen, auf die Bedürfnisse der Eltern zu reagieren.

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