Tage der Schauspielführungen im Freilichtmuseum Hessenpark

Unterhaltsame Zeitreise in die Vergangenheit

Das Handwerker-Ehepaar Orth ist am Freitag und Samstag bei den Schauspielführungen im Hessenpark auf der Suche nach Arbeit, die Brot bringt. Foto: Harald Kalbhenn

Hochtaunus (red) – In der zweiten Woche der Herbstferien lädt das Museumstheater kleine und große Besucher zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Noch bis Samstag, 12.

Oktober, ermöglichen täglich wechselnde Schauspielführungen spannende Einblicke in die Lebenswelten unserer Vorfahren. Die Führungen beginnen jeweils um 13 und 15 Uhr am Brunnen auf dem Marktplatz und sind im Museumseintritt inklusive. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 9. Oktober

13 und 15 Uhr

Märchenführung

Es war einmal … Tief in die Märchenwelt der Brüder Grimm geht es bei dieser Führung. Zusammen mit ihrem Märchenführer erzählen Besucher die alten Geschichten von Riesen, Zwergen, Prinzessinnen, Zicklein, Fröschen und anderen wundersamen Wesen nach. Auf Schritt und Tritt gibt es dabei Hinweise zu entdecken. Schließlich stammen die Häuser und Gegenstände im Freilichtmuseum aus den Zeiten, in der sich die Menschen die Märchen erzählt haben – und noch heute erzählen, wenn sie nicht gestorben sind …

Donnerstag, 10. Oktober

13 und 15 Uhr

Armut – von Kartoffeln

und Nassauern

Das Fürstentum Nassau-Usingen im Jahre 1781: Die Dorfbewohner des Taunusdörfchens „Nirgendwo“ leiden Hunger und Not. Für die Obrigkeit ist die Kartoffel der Ausweg aus dem Elend, doch die Bauern rücken nicht gerne von ihrer traditionellen Dreifelderwirtschaft ab.

Steuern, Zölle und Frondienste verschärfen die Lebensumstände zusätzlich und die Landbevölkerung handelt oft an der Grenze des Gesetzes. So geraten die Marktfrau Margarethe und ihre Schwiegermutter Franziska in einen unheilvollen Konflikt mit dem Amtmann. Und auch Schulmeister Frickel bleibt von den Notzeiten und Unruhen seiner Zeit nicht verschont.

Freitag, 11. Oktober/ Samstag, 12. Oktober

13 und 15 Uhr

Arbeit bringt Brot,

Faulheit bringt Not

Durch die Einführung der Gewerbefreiheit und durch die Aufhebung der Zünfte im 19. Jahrhundert verloren viele Handwerker ihren ursprünglichen Beruf. Auch die Neuerungen der industriellen Revolution machten sich im wirtschaftlichen Leben nach und nach bemerkbar.

Im Mittelpunkt der Schauspielführung stehen der Stellmacher Herrmann Orth und seine Frau Elisabeth. Von Armut bedroht, stürzt sich das Handwerker-Ehepaar in jede erdenkliche Arbeit. Können Emsigkeit und Erfindungsreichtum die beiden vor dem sozialen Niedergang bewahren?

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