Taunus im Aufwind

Positive Gästestatistik - MTK und HTK schwächeln

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TTS-Geschäftsführerin Daniela Krebs, TTS Vorstand Roland Seel und der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf der ITB.

Taunus (umb) – Gute Nachrichten für die Freizeitregion Taunus, die sich von Heidenrod bis Limeshain und von Hüttenberg bis Hattersheim erstreckt: Die vom hessischen Wirtschaftsministerium definierte Destination kann sich erneut über steigende Gästezahlen freuen.

Und natürlich war das Plus von 5,2 Prozent bei den Ankünften und 2,1 Prozent bei den Übernachtungen jetzt auch Thema beim Besuch des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir am Stand des Taunus Touristik Service (TTS) bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB). Wobei der TTS mit Sitz in Oberursel ausgerechnet für den Hoch- und den Main-Taunus-Kreis vergleichsweise dünnes Zahlenmaterial vorzuweisen hatte. Im Hochtaunuskreis lagen sowohl die Ankünfte (-2,5 Prozent) als auch die Übernachtungen (-2,8 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres. Im Main-Taunus-Kreis bewegte sich die Zahl der Ankünfte in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (-0,2 Prozent), die Zahl der Übernachtungen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an (+0,7 Prozent). Die durchschnittliche Übernachtungsdauer lag im Hochtaunuskreis bei 2,8 Tagen (keine Veränderung), im Main-Taunus-Kreis bei 2,0 Tagen (im Vorjahr 1,9).

Die Verluste im Hochtaunuskreis sind zum großen Teil durch einen Rückgang der Übernachtungen in Oberursel zurückzuführen. Die verkehrsgünstig gelegene und an Frankfurt angrenzende Brunnenstadt registrierte im vergangenen Jahr rund 18.000 Übernachtungen weniger, was auch mit der nur alle zwei Jahre in der Mainmetropole stattfindenden Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) zu erklären ist. Aus dem gleichen Grund sanken auch die Übernachtungszahlen in Bad Homburg (-8.084) und Friedrichsdorf (-5.574). Etwas ausgleichen konnte die Verluste die Gemeinde Glashütten (+5.123).

Im Main-Taunus-Kreis entfielen auf die traditionell am stärksten frequentierte Stadt Eschborn weniger Übernachtungen, Bad Soden (+7.247), Hofheim (+3.974) und Schwalbach (+4.924) konnten dieses Defizit jedoch auffangen.

Die Gäste im Taunus kamen auch 2018 zum größten Teil aus Deutschland. Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Mainmetropole Frankfurt und der Lage am Ballungsraum Rhein-Main gehört das Mittelgebirge jedoch traditionell zu den internationalsten Destinationen im Hessentourismus. Gut zu wissen: Die Anzahl der Gäste und Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit weniger als zehn Schlafgelegenheiten werden von der amtlichen Statistik nicht systematisch erfasst, bestimmen jedoch im Hochtaunus zu 45 Prozent, im Main-Taunus zu 56 Prozent den Markt.

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