Ehre für „Käpt’n Kork“

VdK würdigt ehrenamtlichen Einsatz mit Preis

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Die Mitglieder des Arbeitskreises „Käpt’n Kork“ sowie Nicole Wagenknecht, stellvertretende Vertrauensperson der Schwerbehindertenvertretung der Fraport AG (3. v. r.)

Taunus (umb) – Der von der Fraport AG gestiftete Ehrenamtspreis wird vom VdK Hessen-Thüringen alljährlich an Personen vergeben, die sich für andere Menschen einsetzen, ohne dabei selbst im Rampenlicht zu stehen.

Jetzt war es wieder so weit und die Preisverleihung am vergangenen Mittwoch in Oberursel brachte eine Novität: Ausnahmsweise ging der mit 1.000 Euro dotierte Preis nicht an eine Einzelperson, sondern an eine Gruppe. Der Arbeitskreis „Team Käpt’n Kork“ des VdK-Kreisverbands Hochtaunus wurde für das „vorbildliche ehrenamtliche Engagement“ von Kreisjuniorenvertreter Jürgen Kremser und seinen 15 Mitstreitern ausgezeichnet.

Die Entscheidung für den Arbeitskreis „Käpt’n Kork“ traf eine vierköpfige Jury. Ihr gehörten an: Dr. Martin Walter Nörber, Hessisches Sozialministerium, Christel Presber, Landesehrenamtsagentur Hessen, Reinhard Wagner, Schwerbehindertenbeauftragter des Arbeitgebers bei der Fraport AG, und Klaus Heierhoff, stellvertretender VdK-Landesvorsitzender. Seit 2016 besucht der Arbeitskreis „Team Käpt’n Kork“ Kindergärten und Grundschulen im Hochtaunuskreis, um den Kindern das VdK-eigene Buch „Käpt’n Kork fliegt davon“, vorzustellen. Die Geschichte schildert die Jagd nach einem entflogenen Papagei und erzählt dabei auf kindgerechte Weise, welche Hürden und Hindernisse Menschen mit Beeinträchtigungen in einer Welt voller Barrieren überwinden müssen. Das brachte das VdK-Team auf die Idee, einige der Barrieren in einem eigens entwickelten Bewegungsparcours nachzubauen, damit die Kinder selbst ausprobieren können, was es heißt, sich mit Gehhilfen fortzubewegen, im Rollstuhl zu sitzen, nicht sehen zu können und mit einem Blindenstock seinen Weg ertasten zu müssen.

„Man kann Kinder nicht früh genug für die Situation von Menschen mit Behinderungen sensibilisieren“, ist Jürgen Kremser überzeugt. Das Preisgeld möchte der Arbeitskreis „Käpt’n Kork“ dazu nutzen, den Bewegungsparcours um weitere Stationen auszubauen.

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