Gewässer sollen, aus ihren Betonbetten befreit, wieder sprudelnd fließen

Sieben wilde Bäche im Taunus

Renate Mohr (Erste Stadträtin der Stadt Flörsheim) sowie Lukas Schauder (Landtagsabgeordneter) am Ardelsgraben in Flörsheim Foto: Stadt Flörsheim

Taunus (umb) – Mit dem Ardelsgraben und dem Weilbach im Main-Taunus-Kreis sowie dem Eschbach und dem Kirdorfer Bach in Bad Homburg, dem Urselbach in Oberursel, dem Liederbach in Königstein sowie dem Wiesbach in Wehrtheim werden sieben Bäche im Taunus im Rahmen des Landesprogramms „100 wilde Bäche für Hessen“ renaturiert.

Die Gewässer sollen dabei wieder in einen natürlichen Zustand versetzt werden. Ziel ist es, dass die Bäche wilder werden, um verschiedenen Tier- und Pflanzenarten im Wasser und an Land einen naturnahen Lebensraum zu bieten und die biologische Vielfalt weiter auszubauen. .

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Flörsheim und die ganze Region von dieser schönen Initiative der Umweltministerin Priska Hinz profitieren. Mein besonderer Dank geht auch an den BUND, der in der Vergangenheit bereits viel ehrenamtliches Engagement in die Renaturierung investiert und damit eine wichtige Vorarbeit geleistet hat“, so Flörsheims Erste Stadträtin Renate Mohr. „Was den Main-Taunus-Kreis ausmacht, ist die Symbiose aus Stadt- und Naturnähe. Unsere Teilnahme im Landesprogramm ist ein echter Gewinn für die Biodiversität und Lebensqualität vor Ort“, freut sich der Landtagsabgeordnete Lukas Schauder.

„Mit unserem Programm werden wir Gewässer aus ihrem Betonbett befreien und sie wieder in einen natürlichen Zustand versetzen. Unsere Bäche werden wieder wild, natürlich und artenreich. In 138 Kommunen werden jetzt Renaturierungsprojekte auf den Weg gebracht“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in Wiesbaden.

Durch die Projekte sollen für viele verschiedene Tiere und Pflanzen im Wasser und am Ufer Lebensräume entstehen. Zudem geht es um Klimaschutz und Klimaanpassung. „Das Wasser wird wieder fließen, und ein breites und unberührtes Ufer entsteht. Renaturierte Gewässer bilden Frischluftschneisen und sorgen so für mehr Abkühlung in- und außerhalb der Ortschaften. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zum Hochwasserschutz, da Überflutungsbereiche geschaffen werden. Bei Starkregen breitet sich das Wasser in den Auen aus und fließt nicht ungehindert in die Kommunen hinein“, so Hinz.

Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass die Bäche gleichmäßig über die hessischen Landkreise verteilt liegen. Doch auch vorhandene Flächen und Planungen wurden berücksichtigt.

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