Pilotprojekt des diakonischen Werks Hochtaunus zieht Zwischenbilanz

Schnelle Hilfe erfolgreich

Tarek Schwenke war über hundertfünfzig Mal im Einsatz für Senioren. Foto: Rotary Club Bad Homburg Schloss

Hochtaunuskreis (red) – Seit rund einem Jahr leistet das Diakonische Werk Hochtaunus – auch aufgrund des Engagements des Rotary Clubs Bad Homburg-Schloss – älteren Menschen in Notsituationen Unterstützung im Haushalt.

Die Zwischenbilanz des innovativen Projekts fällt sehr positiv aus.

Tarek Schwenke hat viel erlebt im letzten Jahr. Über hundertfünfzig Mal kam er im Rahmen des Projekts „Schnelle Hilfe für Senioren in Notsituationen“ im Hochtaunuskreis zum Einsatz. Seine hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, also Aktivitäten wie einkaufen, kochen, oder die Reinigung der Wohnung, wurden notwendig, weil ältere Menschen sich nach einer Krankheitsphase oder einem Klinikaufenthalt nicht selbst helfen konnten oder andere Anbieter hauswirtschaftlicher Dienstleister in der Region kurzzeitig nicht in der Lage waren, Hilfe zu leisten. Er schildert anhand von zwei Fällen, wie seine Arbeit konkret aussah: „Bei einer älteren Dame hatte es in der Wohnung gebrannt. Beim Versuch, die stark verrußte Küche alleine zu reinigen, kam sie an ihre Grenzen. Ich war schnell vor Ort und sorgte dafür, dass zeitnah die nächste Portion Nudeln auf dem Herd kochte.“

Dass das Projekt zwar auf die schnelle Hilfe in akuten Notsituationen zielt, aber in Einzelfällen auch weit darüber hinausgeht, zeigt der zweite Einsatzbericht: „Ich unterstützte einen Klienten, der mit seinen beiden Haustieren alleine lebte und seinen Alltag immer schlechter in den Griff bekam. So übernahm ich eine Zeit lang die Einkäufe und kümmerte mich darum, dass die Katzen versorgt waren. Über die Zeit entstand auch ein guter persönlicher Kontakt. Wir konnten dann zusammen mit einer Mitarbeiterin von NOVASmobil und den Verwandten einen guten Versorgungsplan erstellen. Das hatte zur Folge, dass meine haushaltsnahen Dienstleistungen immer seltener benötigt wurden und ich mich langsam zurückziehen und den Kontakt mit viel Fingerspitzengefühl einstellen konnte.“

Doris Landvoigt, Projektverantwortliche beim Diakonischen Werk Hochtaunus, betont: „Das Projekt zielt zwar primär auf hauswirtschaftliche Unterstützung, dabei ist immer auch der Mensch und sein Umfeld im Blick. Tarek Schwenke hat im vergangenen Jahr großartige Arbeit geleistet.“

Jürgen Seibert, Präsident des Rotary Club Bad Homburg-Schloss, der das Pilotprojekt finanziell unterstützt hat, hofft daher auch auf eine Fortführung des Projekts: „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass das Pilotprojekt des Diakonischen Werks ankommt und wirkt. Die Unterstützung älterer Menschen ist eine Aufgabe, die auch in Zukunft wichtig ist. Wir haben als Rotary Club den Anfang des Projekts gerne unterstützt, weil es eine wirkungsvolle Hilfe bietet in Situationen, in denen wirklich Hilfe gebraucht wird. Wenn das Projekt eine Fortsetzung findet, würden wir uns darüber sehr freuen.“

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