TZ-Gala „Sportler des Jahres“ in der Oberurseler Stadthalle

Den roten Teppich ausgerollt

Da staunten selbst der Oberurseler Radprofi John Degenkolb (2. v. r.) und der Königsteiner Triathlet Henry Graf (2. v. l.): Der Neu-Anspacher Stabhochspringer Gordon Porsch hatte sein Sportgerät mitgebracht. Knapp 5 Meter lang und 5 Kilo schwer. "Da könnte man ja fast ein Fahrrad draus bauen", parierte Degenkolb die Frage von Moderator Ulrich Müller-Braun, ob eine zweite Karriere als Stabhochspringer nicht reizvoll wäre. Foto: Heiko Rhode

Hochtaunus (tz) – Die TZ-Gala zur Wahl der "Sportler des Jahres 2018", an der sich auch die Leser des Taunus WochenBlick Extra beteiligt haben, machte es besonders deutlich: Das Sportleben im Hochtaunuskreis ist bunt, vielfältig und aller Ehren wert.

Die 20 Nominierten repräsentieren insgesamt 14 verschiedene Sportarten, von denen manche das erste Mal vertreten waren.

Begonnen hatte die siebte TZ-Sportler-Gala fulminant mit einem Sportaerobic-Solotanz von Amalia Steyer aus der Bad Homburger Sportschule Farnung. Damit machte sie den Zuschauern große Freude – und sich selbst ein tolles Geburtstagsgeschenk. Die junge Sportlerin wurde am Dienstag neun Jahre alt und bekam noch auf der Bühne eine Geburtstagstorte.

Vollen Einsatz zeigte Radprofi John Degenkolb. Er hätte am Dienstagabend eigentlich schon in Belgien sein müssen, wo er am Mittwoch wieder ein Rennen bestritt. Um bei der TZ-Sportlergala in seiner Heimatstadt dabei sein zu können, buchte er extra das Flugzeug um. Wohlweislich – denn am Abend erhielt er aus den Händen von Landrat Ulrich Krebs die vom Künstler Hendoc gestaltete Trophäe für den Sportler des Jahres. Die baldige Teilnahme beim Radrennen am 1. Mai sei für ihn Ehrensache, bekräftigte der Weltklasse-Sportler im unterhaltsamen Talk mit Moderator Ulrich Müller-Braun.

Der Sieger der Kategorie "Trainer des Jahres" ist engagiert, kann auch schon mal sehr laut werden und ist so ehrgeizig, dass er Trainingsspiele erst beendet, wenn er gewonnen hat. So zumindest – und mit einem Lächeln dabei – charakterisierten Calvin Schneider und Jonathan Eiser ihren Trainer beim Hockey-Club Bad Homburg, Moritz Schneider. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen – er weilte auf Klassenfahrt – konnte er nicht bei der Verleihung dabei sein, und so nahmen die beiden Spieler die Sieger-Trophäe für ihren Coach entgegen – überreicht wurde sie von Sportkreis-Chef Norbert Möller.

Durchhaltevermögen zahlt sich aus – wer wüsste das besser als Triathletin Jenny Schulz aus Friedrichsdorf? Mit 9 Stunden, 12 Minuten und 17 Sekunden fuhr sie 2018 beim "Ostsee-Man" in Glücksburg den Sieg mit einem Streckenrekord ein. Am Dienstagabend folgte die nächste Trophäe für die ehemalige Duathletin als "Sportlerin des Jahres". FNP-Chefredakteur Matthias Thieme und TZ-Sportchef Thorsten Remsperger, der auch noch vollen Körpereinsatz zeigte und sich von Judoka Annabelle Winzig per "großem Hüftwurf" auf die Matte legen ließ, gratulierten.

Die Lateinformation des Tanz-Sport-Clubs Usingen holte sich bei der Sportlerwahl einen beachtlichen dritten Platz. Den Titel ergatterten die Volleyballerinnen der HTG Bad Homburg. Sie bekamen aus den Händen von Sparkassen-Chef Oliver Klink die Trophäe für die "Mannschaft des Jahres 2018" überreicht.

Aber es wurden an diesem Abend nicht nur Titel vergeben. Den Besuchern der Gala – darunter Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, und Werner Schäfer, Leiter des Olympiastützpunktes Hessen – wurde auch ein kurzweiliges Interview mit Stargast Christian Reichert geboten.

Der Weltmeister und Olympiateilnehmer im Freiwasserschwimmen erzählte auf launige Art, wie man im Wasser Begegnungen mit Feuerquallen meistert: "Auf die Zähne beißen und weiterschwimmen."

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