Taunus: Das Wichtigste der Woche

Randale am Bahnhof und Nachwuchs im Zoo

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Der Ziesel fühlt sich im Opel-Zoo ausgesprochen wohl.

Ein 15-Jähriger außer Rand und Band, Familie Ziesel im Opel-Zoo mit Nachwuchs, eine Hainbuche, die beim Ritterturnier in Königstein beschädigt wurde, und Qualitätsmedizin in den Kliniken Frankfurt-Main-Taunus – macht: eine bunte Woche.

Streit am Bahnhof

Der Busfahrer aus Eschborn, der vor wenigen Wochen am Bad Sodener Bahnhof von einem unbekannten Fahrgast bespuckt und beleidigt wurde, hat den Tatverdächtigen am Mittwochabend wiedererkannt. Der Fahrer alarmierte die Polizei und hielt den 15-Jährigen bis zum Eintreffen der Beamten fest. Der 15-Jährige wehrte sich heftig und griff den Busfahrer laut Polizei an. Als er flüchten wollte, bemerkte ein weiterer, 25 Jahre alter Busfahrer den Vorfall und kam seinem Kollegen zur Hilfe. Auch diesen habe der randalierende Jugendliche angegriffen und per Handy seine Familie angerufen. Mehrere Angehörige des 15-Jährigen eilten daraufhin sofort zum Bahnhof, bevor die Polizei am Bahnhof eintraf; sie mischten sich laut Polizei lautstark und aggressiv in den Streit ein. Beim Versuch, dem 15-Jährigen die Flucht zu ermöglichen, soll die 17-jährige Schwester vom jüngeren Busfahrer einen Schlag abbekommen haben. Die Eschborner Polizei ermittelt und sucht nach weiteren Zeugen, die gebeten werden, sich unter 06196/9695-0 zu melden.

Nachwuchs bei den Ziesels

Der Opel-Zoo leistet seit August 2018 einen Beitrag zum Überleben des Europäischen Ziesel. Jetzt gab es erstmals Nachwuchs. Die Tiere sollen später in geeigneten Gegenden ausgewildert werden. Derzeit erkundet der Nachwuchs der kleinen, flinken und gefährdeten Tierart seine Außenanlage in der Nähe des Streichelzoos. Früher kam der Ziesel auch in Deutschland vor, die letzte deutsche Population im sächsischen Erzgebirge starb jedoch in den 1980er-Jahren aus.

Durch die Zucht und Auswilderung zahlreicher bedrohter Tierarten leistet der Opel-Zoo seit vielen Jahren einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Qualitätsmedizin

Die Krankenhäuser der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus haben sich der Initiative Qualitätsmedizin, kurz IQM, angeschlossen. Damit setzen die drei Verbund-Krankenhäuser in Höchst, Bad Soden und Hofheim ein deutliches Zeichen für die kontinuierliche Qualitätssicherung und -verbesserung sowie für eine offene Fehlerkultur. Um dies zu erreichen, verwenden sie wie alle 489 IQM-Mitglieds-Krankenhäuserdrei Bausteine: die Qualitätsmessung mit Routinedaten, Transparenz durch Veröffentlichung der Ergebnisse und bei Auffälligkeiten den kollegialen Austausch über Verbesserungsmöglichkeiten im sogenannten Peer-Review-Verfahren.

Mutwillig und unsinnig

Die Hainbuche im Kurpark wurde erheblich beschädigt.

Leider hat diese Hainbuche das Königsteiner Ritterturnier nicht ganz unbeschädigt überstanden. Sie steht im Kurpark, in dem einige Rittergruppen ihr Lager aufgeschlagen hatten. Obwohl man gut erkennen kann, dass die Baumverletzungen nicht von einem Messerchen stammen können, haben die Ritter auch gegenüber der selbst herbeigerufenen Polizei vehement bestritten, dass einer von ihnen dafür verantwortlich ist. Wie auch immer – für die Kurpark-Lagerei in den nächsten Jahren, die auch von der Stadtverwaltung sehr begrüßt wird, haben die Ritter versprochen, besonders gut auch auf die Bäume aufzupassen. Leider ist nun aber der Baum durch mutwilliges Abkanten der Rinde erheblich beschädigt, was eine starke Schwächung seiner Vitalität bedeutet. Ob er sich erholt, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Nicht nur die Gärtner des städtischen Betriebshofes haben für eine solch unsinnige Aktion absolut null Verständnis.

Gebietsentwicklung am Krifteler Wäldchen

Viele Krifteler verfolgten die Vorstellung der Empfehlung des Bewertungsgremiums zur Gebietsentwicklung „Am Krifteler Wäldchen“ in den Schwarzbachhallen.

Der erste Tagesordnungspunkt auf der Einladung zur Sitzung des Planungsausschusses – „Gebietsentwicklung – Am Krifteler Wäldchen“ – wurde zu Wochenbeginn in der Kleinen Schwarzbachhalle in Kriftel behandelt. Dazu waren auch die Mitglieder des Sozialausschusses und des Haupt- und Finanzausschusses eingeladen. Dipl.Ing. Stefan Kornmann vom Planungsbüro AS+P als Vorsitzender des Bewertungsgremiums stellte die Beschlussempfehlung des Gremiums ausführlich anhand der großformatigen Pläne und eines Einsatz-Modells dar. Zahlreiche interessierte Krifteler Bürger nahmen als Zuhörer teil, so dass die Stühle schnell gefüllt waren.

Drei Investoren hatten Anfang Mai in der Schwarzbachhalle ihre Vorstellungen präsentiert, wie sie sich die Bebauung entlang der Bahnlinie vorstellen. Dem Bewertungsgremium aus vier Fachleuten und sieben Vertretern der Parteien hat nach eingehender Prüfung der Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft Orban, Weiss, Wilma, ABG (ARGE) zur Lärmschutz-Bebauung am Krifteler Wäldchen am besten gefallen. „Mit der ARGE sollen nun weitere Verhandlungen geführt werden“, so lautet die Empfehlung der Ausschüsse an die Gemeindevertretung.

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