Noch mehr Artenschutz

Opel-Zoo plant Anlagen für Panzernashorn und weitere Tierarten

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Kronberg (umb) – Der Opel-Zoo Kronberg will den nächsten Schritt in der Zoozielplanung umsetzen. Wie der aussehen wird, haben Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der von Opel Hessischen Zoostiftung, und Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels jetzt präsentiert: das nächste Bauvorhaben mit asiatischen Tieren und dem Panzernashorn als gewichtigem „Flaggschiff“.

„Wir rechnen damit, bis 2020 die Planungen abgeschlossen und die notwendigen Genehmigungen erhalten zu haben, werden dann 2021 bauen und hoffen im Jahr 2022 die neuen Anlagen ihrer Bestimmung zu übergeben“, stellte Dr. Kauffels die neuen Tieranlagen vor, die auf vorhandenen Flächen im unteren Zooteil entstehen sollen. Umgestaltet werden dafür rund 18.000 Quadratmeter der 27 Hektar großen Gesamtfläche, und zwar unter anderem die alte Giraffenanlage, die jetzige Anlage der Elenantilopen und die jetzige Anlage für Prinz-Alfred-Hirsche und Hirschziegenantilopen. Und spätestens angesichts der Größenordnung, in der im Rahmen der Planung gedacht wird, wird klar: Mit einer schnellen Antwort auf die Visionen des Verbandsdirektors haben die Pläne nichts zu tun. Auch wenn sie ganz nebenbei den Anspruch des Opel-Zoos, als Landschaftszoo die unumstrittene Nummer 1 in der Region zu sein, untermauern.

Panzernashörner sollen in den Opel-Zoo kommen.

Der Zoodirektor führte aus: „Neben den in ihrem Bestand im Freiland bedrohten Panzernashörnern zeigen wir Schabrackentapire und Siamangs, die größte Gibbonart.“ Er erläuterte, dass Schabrackentapir und Siamangs ebenfalls bedrohte Tierarten sind, wie auch die jetzt schon in Kronberg vorhandenen Prinz-Alfred-Hirsche. Auch die Hirschziegenantilopen, die bereits im Freigehege zu sehen sind, werden in dem Zoobereich „Asien“ weiter in Gemeinschaftshaltung gepflegt. Zu Publikumslieblingen werden ganz sicher auch die geselligen Kurzkrallenotter werden, ebenfalls auf der Roten Liste bedrohter Tierarten geführt.

Gute Partnerschaft

Dr. Kauffels kündigte den WWF und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt als Partner an, mit denen der Opel-Zoo bereits seit langen Jahren, beispielsweise bei BioFrankfurt e.V., dem Netzwerk für Biodiversität im RheinMain-Gebiet, verbunden ist. Gemeinsam mit diesen beiden Institutionen werde der neue Anlagenkomplex genutzt, um auf den Arten- und Naturschutzbedarf im natürlichen Verbreitungsgebiet der gezeigten Arten aufmerksam zu machen.

Die geselligen Kurzkrallenotter haben sicher das Zeug dazu, zu Publikumslieblingen zu werden.

bis 12 Millionen Euro soll die Umgestaltung kosten und ähnlich wie bei der Finanzierung der Elefantenanlage werden neben der geplanten Fremdfinanzierung vor allem Eigenmittel aus dem laufenden Betrieb zur Finanzierung beitragen. Unter dem Motto „3 Euro sind für uns – Danke!“ fließen so ab dem 1. März 3 Euro pro Tagesticket in den Topf „Bauvorhaben Panzernashörner“. Zu diesem Zweck erhöhen sich die Eintrittspreise. Erwachsene zahlen ab Freitag 15,50 statt 14 Euro, Kinder von 3 bis 14 Jahren 8,50 statt 7,50 Euro und die Gruppenpreise liegen jeweils einen Euro darunter. Die Preise der Jahreskarten erhöhen sich ebenfalls von 55 Euro auf 60 Euro für Erwachsene und von 30 auf 35 Euro für Kinder von 3 bis 14 Jahren. Es ist dies die erste Preiserhöhung des Freigeheges nach 2015.

Spendenaufruf

Gregor von Opel erläuterte weiter, dass die dritte Säule der Finanzierung des Großprojekts wieder Spenden sein werden, und rief zur Unterstützung auf: „Unsere Arbeit für den Schutz bedrohter Tierarten bedarf vieler helfender Hände. Jeder Betrag hilft und ist willkommen!“

Die Zoo-Zoo-Jahreskarte für den Opel-Zoo Kronberg und den Frankfurter Zoo wird es ab 31. August nicht mehr geben. „Schon unsere Preiserhöhung 2015 blieb an den Frankfurter Kassen unberücksichtigt und so gab es unterschiedliche Preise für die gemeinsame Jahreskarte“, so Dr. Kauffels. Er ergänzte, dass „trotz vielfältiger Bemühungen noch nicht einmal ein Gespräch mit den Zuständigen in Dezernat bzw. Magistrat“ in Frankfurt habe erreicht werden können und dass nun „leider die gemeinsame Karte der beiden Zoologischen Gärten gekündigt werden musste“, da die Situation für den Zoobesucher nicht mehr haltbar sei. „Wir leben von den Eintrittspreisen, nicht von Subventionen und so ist bei aller fachlichen Übereinstimmung mit den Frankfurter Zookollegen leider keine Zusammenarbeit bei einer gemeinsamen Jahreskarte möglich“, bedauerte Gregor von Opel.

Wer den Opel-Zoo bei seiner Zoozielplanung unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto (IBAN: DE91 5125 0000 0055 0027 38) unter dem Stichwort „Panzernashörner“ einzahlen.

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