Dirigent Frieder Bernius zu Gast beim Jugendchor Hochtaunus

„Moving spirit“ + „We got rhythm“

Musikpädagoge Frieder Bernius arbeitete als Gastdozent mit dem Jugendchor Hochtaunus. Foto: HTK

Hochtaunuskreis (red) – Jugendchor und Jugendsinfonie-Orchester Hochtaunus haben gefeierte Auftritte zum Ende der diesjährigen Arbeitsphase hinter sich gebracht. Einen ganz besonderen Tag erlebte noch vor den Konzerten der Jugendchor Hochtaunus.

Frieder Bernius, einer der renommiertesten Chordirigenten Deutschlands, arbeitet als Gastdozent mit den jungen Sängerinnen und Sängern bei den Proben in der Jugendherberge in Oberreifenberg.

Landrat Ulrich Krebs nutzte dies zu einem Besuch und bedankte sich bei allen, die diese Probenwoche und die nachfolgenden Konzerte von Jugendchor und Jugendsinfonieorchester wieder möglich gemacht hatten. Er freue sich sehr, sagte der Landrat, dass so ein bekannter Chorleiter und Musikpädagoge wie Frieder Bernius dieses Jahr mit dem Chor arbeite.

Frieder Bernius leitet seit mehr als 50 Jahren den Kammerchor Stuttgart, wurde zu allen wichtigen europäischen Festivals eingeladen und veröffentlichte rund 100 CD-Einspielungen, die sein Schaffen eindrucksvoll dokumentieren. Er war Dirigierlehrer von Tristan Meister, dem künstlerischen Leiter des Jugendchors, der ihn für den Workshop gewonnen hat. Bernius lobte den Hochtaunuskreis für sein kulturelles Engagement, insbesondere die institutionelle Förderung von jungen Menschen.

Bernius arbeitet mit den jungen Sängerinnen und Sängern an anspruchsvollen Stücken der Chorliteratur wie „Wie liegt die Stadt so wüst“ (Rudolf Mauersberger), „En hiver“ (Paul Hindemith), „Es geht ein Wehen“ (Johannes Brahms) und „Es waren zwei Königskinder“ (Max Reger).

Jugendchor und Jugendsinfonieorchester Hochtaunus präsentierten zum Abschluss ihrer jeweiligen Probenphase abendfüllende Konzertprogramme. Der Jugendchor erarbeitete sich unter dem Motto „moving spirit“ ein geistlich geprägtes Programm aus über 1000 Jahren Chormusik von der Gregorianik über die Renaissance und Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.

„We got rhythm“ dagegen lautete der Anspruch des Jugendsinfonieorchesters unter Lars Keitel, der in diesem Jahr unter anderem mit dem Bolero von Maurice Ravel und dem großen Konzert für Vibraphon, Marimbaphon und Orchester des zeitgenössischen Komponisten Emmanuel Séjourne eingelöst wurde.

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