BNS-Quartett beim Landesentscheid „business@school“ erfolgreich

„MAGTasse“ im Homeoffice weiterentwickelt

Das BNS-Quartett hat sich mit dem Sieg beim Landesentscheid für die Teilnahme am Bundesentscheid am 22. Juni qualifiziert. Foto: privat

Taunus (red) – Wer schon einmal versucht hat, eine Tasse samt Untertasse und Füllung ohne Tablett von A nach B zu tragen, der weiß, dass das ein ziemlicher Balance-Akt sein kann.

Wenn dann auch noch die eigenen Koordinationsfähigkeiten – vor allem altersbedingt – schon etwas eingeschränkt sind, dann wird das Ganze gleich noch etwas wackliger und sogar riskant.

Das wissen auch Jacob Herrmann, Julia Schupp, Konstantin Köhler und Niklas Blauth – wenn auch nicht aus eigener Erfahrung. Die drei Jungs sind gerade mal 17 Jahre alt, Julia ist 16. Alle vier sind Schüler der Königsteiner Bischof-Neumann-Schule (BNS). Und alle vier haben Großeltern, die bereits ihre Probleme mit dem Tassen-Transport machen mussten. „Es gab sogar schon Stürze. Umso schlimmer, wenn dann auch noch die Verletzungsgefahr durch Scherben hinzukommt“, berichtet Jacob Herrmann.

Der 17-Jährige ist der Sprecher des BNS-Quartetts, das sich etwas Besonderes hat einfallen lassen, um die wackelige Angelegenheit künftig etwas stabiler und für Senioren sicherer zu machen. „MAGTasse“ haben die vier ihre Idee überschrieben, mit der sie beim Landesentscheid „business@school“ angetreten sind und sich dabei jetzt den ersten Platz geholt haben.

Der Name des Projekts lässt bereits erahnen, was das verbindende Element zwischen Tasse und Untertasse ist: ein Magnet. Eine Geschäftsidee, die offensichtlich Potenzial hat. Wie die Verantwortlichen von „business@school“ mitteilen, hat ein großer Hersteller von Keramikwaren bereits eine Zusammenarbeit zugesichert.

Ein schöner Erfolg für die Schüler aus dem Taunus, die in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. Marc Philipp nicht nur das Konzept erarbeiten und einen Businessplan aufstellen mussten, sondern von heute auf morgen auch noch ihre Arbeitsweise umstellen mussten. Der Corona-Lockdown machte das gemeinsame Feilen an der Präsentation in der Schule zuletzt unmöglich. Auch das BNS-Quartett arbeitete quasi im Homeoffice weiter und nutzte digitale Wege, um sich auszutauschen.

„Es gab natürlich auch ein paar Schwierigkeiten, aber über unterschiedliche Kanäle konnten wir uns gut untereinander sowie mit unserem Lehrer und unserem Betreuer absprechen“, berichtet Teammitglied Konstantin Köhler.

Unterstützung bekamen sie dabei auch von den Veranstaltern des Wettbewerbs „business@school“, die den Teams unter anderem eine eigene digitale Plattform zur Verfügung stellten. Anstelle einer Live-Präsentation stellten die Teams ihre Geschäftsideen in einer Videokonferenz in sogenannten Elevator Pitches vor und beantworteten anschließend die kritischen Fragen der Jury.

Dabei machte das Team der Bischof-Neumann-Schule mit seiner MAGTasse offensichtlich den besten Eindruck. Für Jacob, Julia, Konstantin und Niklas heißt das, dass sie nach dem Sieg auf Landesebene jetzt beim digitalen Bundesentscheid am 22. Juni antreten dürfen.

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