Sehr gut besuchte Auftaktveranstaltung zur Reihe „Hallo Nachbar“

Lebendige und lebhafte Diskussion

Der Direktor des Deutsch-Französischen Instituts, Prof. Dr. Frank Baasner, eröffnete die Veranstaltung im vollbesetzten Hieronymi-Saal mit einem 20-minütigen Impulsvortrag. Fotos: danamb

Oberursel (GA) – Die Auftaktveranstaltung der anlässlich des Jubiläumsjahres „100 Jahre Städtepartnerschaften“ angebotenen Vortragsreihe „Hallo Nachbar“ war ein voller Erfolg.

Über 80 Interessierte kamen auf Einladung des Vereins zur Förderung der Oberurseler Städtepartnerschaften e. V. (VFOS), der Stadt Oberursel, der Volkshochschule (VHS) und der Europa-Union Hochtaunus in den Hieronymi-Saal des Rathauses Oberursel, um sich über aktuelle Entwicklungen im Nachbarland Frankreich zu informieren.

Anregung geben

Der Leiter der Volkshochschule, Carsten Koehnen, begrüßte im Namen aller Kooperationspartner die Besucher im vollbesetzten Hieronymi-Saal und machte noch einmal deutlich, dass mit der durch den Kultur- und Sportförderverein Oberursel e. V. unterstützten Veranstaltungsreihe Anregungen zur Diskussion über aktuelle Entwicklungen in den Ländern der Oberurseler Partnerstädte gegeben werden sollen und die Veranstalter damit zu einer fairen, von Respekt und Toleranz geprägten Debattenkultur, auch bei kontroversen Meinungen, beitragen möchten.

Im Laufe des Abends zeigte sich, dass das Konzept aufgegangen ist. Die von dem im Taunus lebenden und arbeitenden Journalisten Ulrich Müller-Braun moderierte Veranstaltung stand unter dem Motto „Hallo Nachbar Frankreich –neue Bewegungen, neue Eliten, neue Hoffnung? Haben Parteien jenseits vom rechten Rand bereits ausgedient?“ Der Direktor des Deutsch-Französischen Instituts, Prof. Dr. Frank Baasner, ging in seinem kurzweiligen Impulsvortrag auf die jüngsten politischen Entwicklungen in Frankreich mit der Gelbwesten-Bewegung und die Präsidentschaft von Emmanuel Macron ein und machte dabei deutlich, welche der aktuellen Vorgänge aus seiner Sicht typisch französisch sind und welche sich in ähnlicher Weise in vielen Ländern Westeuropas wiederfinden. Anschließend stellte er sich der Diskussion und beantwortete fast eineinhalb Stunden lang die zahlreichen Fragen des Moderators und aus dem Publikum.

Den Nerv getroffen

Fragen zur geschichtlichen Entwicklung, zur „Macht der Straße“, zum Wahlsystem sowie zu den aktuellen Lebensverhältnissen und den Unterschieden zwischen urbanen und ländlichen Gebieten wurden ebenso diskutiert wie die Notwendigkeit kommunaler Städtepartnerschaften zwischen beiden Ländern in der heutigen Zeit und der entsprechenden Förderung von Bürgerbegegnungen. Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit dem Auftakt der Veranstaltungsreihe. „Die zahlreichen Besucher und die lebendige Diskussion zeigen, dass wir mit dem heutigen Thema ganz offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen haben“, machte Birgit Röher, Vorsitzende des VFOS, nach Ende der Veranstaltung deutlich. „Wir hoffen, dass wir auch mit den Themen der nachfolgenden Veranstaltungen viele Interessierte ansprechen und die spannenden Debatten fortführen können.“

Fortgesetzt wird „Hallo Nachbar“ am Freitag, 15. März, um 19 Uhr mit dem Thema „Russland – mehr als Gas, Putin und Pussy Riot? Was denkt die Jugend?“ Zu Gast ist dann der ARD-Korrespondent Vassili Golod.

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