Vorsicht in der Dämmerung

Sieben Wildunfälle in drei Tagen

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Vor allem in den Morgenstunden, nachts und bei Dämmerung müssen Autofahrer mit Wildwechsel rechnen.

Hochtaunus (umb) – Wer es schon erlebt hat, erinnert sich mit großem Unbehagen daran. Plötzlich schießt ein Reh, ein Fuchs oder auch ein Wildschwein über die Fahrbahn.

Wer noch reagieren kann, muss einen ordentlichen Schreck verdauen, wo jedes Ausweichmanöver zu spät kommt, scheppert es meist ordentlich und oft endet die unfreiwillige Begegnung für die Tiere tödlich. Seit dem 1. Mai hat die Polizei gleich sieben Wildunfälle im Kreisgebiet aufnehmen müssen. Dabei kam kein Mensch zu Schaden, an den Unfallfahrzeugen sind aber teilweise erhebliche Sachschäden entstanden. Weil derzeit so viel passiert, rät die Polizei: „Unterschätzen Sie nicht die Gefährdung durch Tiere, die plötzlich die Straße überqueren. Gerade bei Fahrten durch ländliche Bereiche, Wald- und Wiesengebiete sollte vorsichtig gefahren werden.“

Autofahrer sollten vor allem in den Morgenstunden, bei Dämmerung und nachts mit Wildwechsel rechnen und daher tendenziell mit dem Fuß auf der Bremse stehen. „Wenn Sie Wild am Fahrbahnrand sehen, abblenden, abbremsen, hupen und gegebenenfalls anhalten. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und fahren Sie, wenn die Tiere sich entfernen, zunächst mit Schrittgeschwindigkeit weiter.“

Dabei sollte man den Straßenrand beobachten. Einem Wildtier folgen oft noch weitere. Ganz wichtig: Bei plötzlichem Wildwechsel auf keinen Fall in den Gegenverkehr ausweichen. Besser: stark abbremsen und die Fahrspur halten. Sollte es trotzdem zu einem Zusammenstoß gekommen sein, soll man auf keinen Fall versuchen, einem verletzten Tier zu helfen, es zu berühren oder gar mitzunehmen, sondern umgehend die Polizei informieren.

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