Debatte seit geraumer Zeit

Bedarf wird ermittelt: Kindernotfallversorgung an den Hochtaunus-Kliniken

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Könnte sein, dass der Gesetzgeber durch kürzere Fristen und Wege eine Notfallversorgung im Hochtaunus notwendig macht.

Die Debatte wird seit geraumer Zeit geführt, und noch immer bemühen sich Politiker auf Landes- und kommunaler Ebene um eine Kindernotfallversorgung an den Hochtaunus-Kliniken.

Hochtaunus–  Die alles entscheidende Frage ist dabei, ob es einen ausreichenden Bedarf für eine derartige Einrichtung im Hochtaunuskreis gibt. Laut dem Bettenbedarfsplan des Landes ist das nicht der Fall. Allerdings wachsen der Taunus und die ganze Region zurzeit sehr dynamisch, so dass die Rechnung bei einer neuen Festlegung ganz anders aussehen könnte. Deshalb wurde jetzt vereinbart, dass Kreis und Stadt den Bedarf noch einmal genau ermitteln. Die Auswertung soll vor allem auch eine Prognose der künftigen Einwohnerzahl des Hochtaunuskreises beinhalten.

Hochtaunus-Kliniken: Bedarf für Kindernotfallversorgung wird ermittelt

Gut möglich allerdings, dass das Projekt durch eine Gesetzesänderung Rückenwind bekommt. Zwischen Bund und Ländern wird derzeit über neue Fristen in bestimmten Bereichen der Notfallmedizin verhandelt. Dabei ist auch die Erreichbarkeit von Kliniken, die eine Notfallversorgung für Kinder bieten, eines der Themen. Sollte der Gesetzgeber dafür kurze Fristen und damit kürzere Wege vorschreiben, würde das womöglich einen Standort im Hochtaunuskreis notwendig machen.

Geht es nach den Vorstellungen der Taunus-Politiker und des Fördervereins Kinderklinik, dann wird es an den Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg künftig eine Dependance der Kinderklinik Höchst mit einer kleineren Anzahl von Betten für die kleinen Patienten geben. Dadurch soll eine ortsnahe Notfallversorgung rund um die Uhr gewährleistet werden.

Die Kooperation, für die der Hochtaunuskreis, die Stadt Bad Homburg und der Förderverein Mittel bereitgestellt haben, setzt allerdings die Zustimmung des Sozialministeriums voraus.

(umb)

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