NOVASmobil weitet Erreichbarkeit aus

Hilfe und Beistand für Senioren

In Corona-Zeiten stellt Einsamkeit gerade für Senioren ein großes Problem dar. Foto: Gerd Altmann

Hochtaunuskreis (red) – Senioren können sich auch in der jetzigen schwierigen Situation durch das Coronavirus von NOVASmobil helfen lassen, das vom Diakonischen Werk getragen und vom Hochtaunuskreis finanziert wird.

Das Hilfetelefon nimmt gerne Anrufe von älteren Menschen entgegen, die ihre Einkäufe oder andere Belange nicht mehr selbstständig erledigen können, und hat die Zeiten der Erreichbarkeit ausgeweitet. Unterstützt wird NOVASmobil dabei von den Kolleginnen des Mehrgenerationenhauses in Wehrheim. „Wir können ältere Menschen nicht zu lange isolieren – gleichzeitig müssen wir alle Verantwortung tragen, dass sie besonders geschützt werden. Die Älteren sind ebenso gefragt. Einerseits müssen sie sich schützen, indem sie zum Beispiel Abstand halten. Gleichzeitig müssen sie zum Beispiel aber auch darauf achten, dass sie mal nach draußen kommen, in Bewegung bleiben, und generell nach vorne schauen“, erklärt Sozialdezernentin Katrin Hechler.

Geschäfte öffnen wieder, Schulen schrittweise auch. Doch für die meisten Risikopersonen ist der Lockdown in der Corona-Pandemie leider noch lange nicht vorbei. Vor allem Ältere müssen sich auf eine längere Zeit auf soziale Einschränkungen einstellen. Der typische Hilferuf, den NOVASmobil in Gesprächen mit den Senioren hört, klingt oftmals erst einmal nicht so alarmierend. Eines der ganz großen Probleme stellt die Vereinsamung dar. Hier ist zunächst einfach nur zuhören ganz wichtig. Aber es ist nicht das einzige Ziel. Hinter NOVASmobil steht nämlich ein gutes Dutzend ehrenamtlicher Helfer. Sie sorgen dafür, dass es nicht nur bei einem Telefongespräch bleibt, und helfen auch bei alltäglichen Aufgaben:

• Einkäufe für Personen der Risikogruppe verbunden mit Kurzgesprächen

• Anfragen von „neuen Senioren“

• Weitergabe von Lebensmittelgutscheinen für finanzschwache Menschen

• Verteilen von gespendeten Lebensmitteln

• Hilfe bei notwendigen Antragstellungen und anderen schriftlichen Belangen mittels einer Kombination per Post, PC, Telefon und Hausbesuche ,

Hausbesuche in Notfällen unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften

• Einzelspaziergänge mit Senioren

• „Fenstergespräche“ mit Senioren.

„Wir ermutigen, uns anzurufen, bevor die Schwierigkeiten zu groß werden“, erklärt die Leiterin des Diakonischen Werkes Hochtaunus, Stefanie Limberg, die aber auch das größte Hindernis kennt: „Erzählen Sie anderen von uns, denen unser Angebot helfen kann. Viele Nachbarn machen sich in der jetzigen Zeit Sorgen um einen alten Menschen, sind aber mit der Situation überfordert. Oder kommen nicht weiter, weil Senioren manchmal abblocken. Die Hürde, einem Nachbarn von seinen Problemen zu erzählen, ist viel größer, als mit uns zu reden.“

Falls Senioren aufgrund der derzeitigen schwierigen Situation ihre Einkäufe oder andere Belange nicht mehr selbstständig erledigen können, können sie sich gerne an das Hilfetelefon von NOVASmobil montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr und dienstags von 15 bis 17 Uhr unter Z  06081 9589931 oder 06081 9589930 wenden. Auch per E-Mail ist eine Kontaktaufnahme unter simona-maria.hoffmann-sut@diakonie-htk.de oder sonja.brueser@diakonie-htk.de natürlich möglich.

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