„Händel um Händel“ 

Integratives Theaterstück von Christina Kupczak

Im integrativen Theaterstück „Händel um Händel“ trifft Martin den Komponisten Händel. Foto: Veranstalter
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Im integrativen Theaterstück „Händel um Händel“ trifft Martin den Komponisten Händel.

Wo gehören wir hin? Welchen Platz haben wir in der Gesellschaft? Letztlich geht es genau um diese Fragen, wenn von Inklusion die Rede ist.

Glashütten –Menschen mit einer anderen Herkunft, einer Behinderung oder einer bestimmten Lebensweise werden oft nachteilig behandelt – ein Problem, das ebenso alt ist wie die Menschheit. Das integrative Theaterstück „Händel um Händel“ von Christina Kupczak greift all das in äußerst humorvoller Weise auf, ohne sich dabei des „moralischen Zeigefingers“ zu bedienen. Zu sehen ist es am Sonntag 8. März, um 16 Uhr im Pfarrsaal der evangelischen Lukasgemeinde in Schloßborn. 

 Was wäre, wenn es einen Menschen aus unserer Zeit nach England in das Jahr 1741 verschlagen würde? Genau dies passiert dem Amerikaner Martin nach einem technischen Zwischenfall mit seinem Smartphone.

Er landet im Haus des Komponisten Georg Friedrich Händel, wo er nicht nur dessen Köchin und seinen Adlatus kennenlernt, sondern schließlich dem Meister selbst gegenübersteht. Es kommt zu einem Zusammenprall zweier Zeiten und Kulturen, der auf feinsinnige Weise zeigt, dass nicht nur bestimmte Vorurteile und Ressentiments zu allen Zeiten existiert haben, sondern auch deren Überwindung. 

Glashütten: Integratives Theaterstück macht auf Benachteiligung aufmerksam

Händel, seinerseits geplagt vom Irrsinn des Opernbetriebs, befindet sich in einer Schaffenskrise. Wer weiß – vielleicht bringt ihn ja sein fremdartiger Gast auf neue Ideen … „Händel um Händel“ strebt keinesfalls eine musikgeschichtliche oder historische Korrektheit an.

Die Figur Händels bildet vielmehr eine Projektionsfläche für die eigentliche Thematik des Stücks – der Umgang von Menschen unterschiedlichster Prägung miteinander. Das Ensemble besteht aus sieben Mitwirkenden mit und ohne Behinderung sowie Angehörigen aus verschiedenen Nationen (Deutschland, Kroatien, Mexiko und USA). Inszeniert wurde die Komödie von Christina Kupczak und Lutz Riehl, der für das Stück ein eigenes Finale komponiert hat.

(red)

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