„Eine sinnvolle Ergänzung“

RMV führt Machbarkeitsstudie zu Seilbahn-Projekt durch

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Beim Seilbahntag wurde die Zukunft kurzerhand an die Wand und davor gebracht.

Hochtaunus/Rhein-Main (red) – „Für mich sind urbane Seilbahnen nicht nur eine Vision, ich habe sogar ein klares Ziel vor Augen: Rechtzeitig zur Fußballeuropameisterschaft im Jahr 2024 sollen die ersten Gondeln hier in unserer Region schweben", sagte Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU) anlässlich des ersten Seilbahntages, veranstaltet vom Regionalverband FrankfurtRheinMain.

Für ihn seien urbane Seilbahnen ergänzende Bausteine des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Als ein Baustein von vielen für die leistungsstarke Mobilität der Zukunft erachtet auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Seilbahnprojekte in seinem Gebiet. "Seilbahnen sind kein Allheilmittel für die Herausforderungen des öffentlichen Nahverkehrs, aber sie können punktuell eine sinnvolle Ergänzung sein", unterstrich RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Ein Vorteil sei auch die schnelle Umsetzung: "Unsere Fahrgastzahlen steigen jedes Jahr sprunghaft und um alle befördern zu können, brauchen wir dringend mehr Infrastruktur. Schienenbauvorhaben haben aufgrund ihrer Komplexität eine lange Vorlaufzeit. Projekte wie die Nordmainische S-Bahn oder die RTW werden frühestens in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre ihre Wirkung entfalten. Wir brauchen aber auch kurz- und mittelfristige Lösungen, um dem Mobilitätsbedarf zu entsprechen. Eine Seilbahn kann innerhalb von drei, vier Jahren gebaut werden."

Mit einer Machbarkeitsstudie will der Verbund nun genauere Informationen für ein Pilotprojekt im Hochtaunuskreis zusammentragen. Dort gibt es wie berichtet die Idee, von Schmitten über den Großen Feldberg einen Seilbahn-Zubringer zur U-Bahn-Station Oberursel-Hohemark zu errichten. "Mit der hohen Fahrtenhäufigkeit einer Seilbahn im Anschluss an die U3 kann der Hochtaunus besser an den Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main angebunden werden und darüber hinaus eine zusätzliche Attraktion erhalten", so Ringat.

Die ersten Untersuchungsergebnisse werden für Ende 2019 erwartet.

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