Baumpflanzung als Erinnerung an 75 Jahre Kriegsende

Friedensbaum als Erinnerung

Landrat Ulrich Krebs (2. v. r.), Kreisbeigeordnete Katrin Hechler, Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr, Bürgermeister Götz Esser aus Weilrod und Onno Onneken vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr (von links) vor der Kirchenruine Landstein in Weilrod. Foto: HTK

Hochtaunuskreis (red) – Landrat Ulrich Krebs hat am 8.

Mai vor der Kirchenruine Landstein zum Zeichen der Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Thorsten Schorr, der Kreisbeigeordneten Katrin Hechler, dem Weilroder Bürgermeister Götz Esser und Onno Onneken vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr einen Baum gepflanzt.

„Ein Baum als Zeichen der Erinnerung und der Dankbarkeit ist eine angemessene Geste“, sagte Landrat Ulrich Krebs. „Wir erinnern uns an den Tag der Befreiung vom nationalsozialistischen Terror vor 75 Jahren und wir sind dankbar für die lange Zeit des Friedens, die seitdem in Europa herrscht. Eigentlich hätte an diesem Wochenende der Europatag des Hochtaunuskreises stattfinden sollen, sagte Krebs, das Motto: „75 Jahre Frieden in Europa“. Den Europatag und alle Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende werde es nun wegen der Corona-Lage nicht geben.

Krebs erinnerte an den 8. Mai aber auch als einen Tag der Nachdenklichkeit. Denn das Böse, von dem die Menschheit vor 75 Jahren befreit worden sei, „war keine Naturkatastrophe und nicht das Werk einer kleinen Verbrecherclique, sondern das Ergebnis einer zielgerichteten Politik auf breiter gesellschaftlicher Grundlage“. Die Deutschen seien von dem befreit worden, was sie selbst angerichtet hätten. Der 8. Mai bleibe eine hochaktuelle Verpflichtung, sich stetig neu für Frieden und Freiheit zu engagieren, appellierte Krebs. Frieden sei mehr als die bloße Abwesenheit militärischer Gewalt, Frieden müsse immer wieder neu erarbeitet und bewahrt werden. „Wenn wir dankbar für Frieden und Freiheit sind, dann verneigen wir uns aber zugleich vor den Abermillionen Opfern, die im Zweiten Weltkrieg in deutschem Namen ermordet worden sind.“ Auch an sie solle dieser heute gepflanzte Baum erinnern.

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