Gesundheitsamt gibt Tipps zum Umgang mit der Raupe

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich immer mehr aus

Wie der Name schon sagt: Der Eichenprozessionsspinner macht sich vor allem in Eichen breit. Foto: HTK

Hochtaunus (umb) – Wer mit seinen Haaren schon einmal in Berührung gekommen ist, kann nur zu gut die Warnung verstehen: Der Eichenprozessionsspinner breitet sich durch das lang anhaltende milde Klima wieder aus.

Er fühlt sich im Warmen wohl und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. „Auch im Hochtaunuskreis kommt die Raupe vereinzelt vor. Die sehr feinen Brennhaare der Raupe können bei Hautkontakt zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz, Pusteln und kleinen Quaddeln führen. Vereinzelnd können auch Atembeschwerden und Augenreizungen auftreten, wenn die Härchen eingeatmet werden“, informiert Dr. Birgit Lindenthal, ärztliche Leitung Gesundheitsdienste beim Hochtaunuskreis.

Hier ein paar Verhaltenstipps vom Kreisgesundheitsamt für den Fall der Fälle:

– Raupen und Nester sollten nicht berührt werden.

– Sollte es zum direkten Kontakt kommen und dieser eine allergische Reaktion mit Asthma und Atemnot auslösen, sollte der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.

– Bereiche mit Beschilderungen „Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner“ meiden.

– Starker Juckreiz kann durch Kratzen die Gifthaare nur tiefer in die Haut treiben.

– Duschen und Haare waschen, kaltes Wasser lindert Juckreiz.

– Bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen.

– Verschmutzte Kleidung schnell wechseln und bei mindestens 60˚C waschen.

Wild- und Haustiere reagieren auch auf die Härchen des Eichenprozessionsspinners. Haustiere – insbesondere Hunde nach dem Spaziergang – deshalb gut ausbürsten.

Hierdurch wird die Reaktion der Vierbeiner durch die Raupenhaare weitestgehend eingedämmt. Durch das Fell ist die Haut der Hunde geschützt vor der Raupe. Sollten doch Symptome (Juckreiz) an empfindlichen Stellen, wie zum Beispiel der Nase, auftreten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Katzen, die Freigang haben, sollten ebenfalls gut ausgebürstet und auf Symptome hin beobachtet werden.

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