Wildkatzenland Hessen: Suche 2020 endet auch im Taunus

Mit Baldrian angelockt

Putzig, die beiden Wildkatzenjungen, doch man sollte sie niemals mit nach Hause nehmen. Foto: BUND

Hochtaunus (red) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen beendet in diesen Tagen seine diesjährige Suche nach Nachweisen der Europäischen Wildkatze in Hessen.

In den Untersuchungsgebieten – im Butzbacher Wald, Krofdorfer Forst und im Taunus bei Weilrod – setzte der BUND auf die „Frühlingsgefühle“ der Tiere. „Wir nutzen sogenannte Lockstöcke, die wir mit Baldrian besprühen“, erklärte Susanne Schneider vom BUND Hessen.

„Dieser Geruch ist den Sexuallockstoffen der Wildkatze sehr ähnlich, so dass er die Tiere magisch anzieht. Sie reiben sich am Holz und hinterlassen dabei einzelne Haare, die wir vorsichtig absammeln und anschließend genetisch untersuchen lassen können.“ Mehr als 100 Haarproben sind so in den letzten Wochen zusammengekommen. Möglich ist so eine aufwendige Untersuchung nur mit der Unterstützung der zuständigen HessenForst-Forstämter, der Waldeigentümer sowie der Hilfe von Ehrenamtlichen. „Über 10 Wildkatzenfreundinnen und -freunde haben uns in diesem Jahr wieder unterstützt und regelmäßig Lockstöcke kontrolliert“, freut sich Schneider. „Die Ergebnisse der Suche erwarten wir Ende des Jahres.“

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