Sanierung Hospitalkirche – Verhülltes Opferdenkmal auf Großfoto zu sehen

Aufschub nicht mehr möglich

Eine Holzkonstruktion haust das Opferdenkmal während der fünfmonatigen Sanierungsarbeiten ein. Foto: Initiative Opferdenkmal

Oberursel (umb) – Die Dachsanierung der Hospitalkirche hat begonnen und wird etwa fünf Monate andauern. In dieser Zeit werden die Kirche selbst sowie der angrenzende Innenhof nicht öffentlich zugänglich sein, da diese Flächen für die Baustelleneinrichtung genutzt werden müssen.

Das zwischen Kirche und Altem Hospital aufgestellte Opferdenkmal wurde für die fünfmonatige Bauzeit in einer Holzkonstruktion eingehaust. Damit sich Passanten trotzdem ein Bild von dem Denkmal machen können, hat die Initiative Opferdenkmal am Bauzaun ein Banner mit dessen Foto anbringen lassen. Die Einhausung und teilweise Entfernung der Denkmalelemente ist nach Auskunft der Initiative aus Sicherheitsgründen notwendig. Die Denkmalstätte ist komplett abgesperrt. Die Vorsitzende der Initiative, Annette Andernacht, kam auf die Idee mit dem Banner. Bauzäune werden gerne als Werbeflächen genutzt. In diesem Fall ging es nur darum, das monatelang verhüllte Denkmal nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Eine zusätzliche Fläche für die Baustelleneinrichtung wird auf dem nördlich der Stadthalle gelegenen Parkplatz am Urselbach bereitgestellt, daher entfällt dort ein Teil der kostenpflichtigen Parkplätze. Zunächst stehen die Zimmerer- und Holzbauarbeiten, abschließend dann die Dachdeckerarbeiten auf dem Plan.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Geplant war die Sanierung bereits 2017. Gerne hätten wir die Umsetzung aufgrund der finanziell angespannten Haushaltssituation noch einmal geschoben, ein weiteres Aufschieben der Arbeiten ist aber nicht mehr möglich, wenn der Dachstuhl erhalten und keine größeren Schäden riskiert werden sollen.“

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 700.000 Euro. Mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde die Ausführung eng abgestimmt und auch entsprechende Fördermittel bean-tragt.

Das Projekt wird vom Bau & Service Oberursel (BSO), Abteilung Immobilienmanagement, begleitet, die Bauleitung erfolgt durch ein Ingenieurbüro für historische Baukonstruktionen. Die Anwohner im Umkreis werden um Verständnis für etwaige Lärmbelästigungen sowie eventuell entstehende kurzfristige Behinderungen durch Anlieferung oder Baufahrzeuge gebeten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare