Juniorfirma der Feldbergschule lässt Wirtschaft lebendig werden

„Es war aufregend, hat aber sehr viel Spaß gemacht!“

Die Upcycler aus der Feldbergschule in Oberursel beim Landeswettbewerb in Kassel. Foto: Feldbergschule

Hochtaunus (red) – Eine Firma selbstständig leiten, im Team arbeiten und die Verantwortung für den Erfolg übernehmen, dies alles lernen die Schüler auch an der Feldbergschule in Oberursel im Ausbildungsgang der Zweijährigen Berufsfachschule, wenn sie in ihrem Abschlussjahr ein Start-up-Unternehmen gründen.

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Von der Idee über die Konzeption und Aufgabenverteilung bis hin zum Verkauf: Alle versuchen ihr Produkt oder ihre Dienstleistung binnen eines Schuljahres gewinnbringend zu vermarkten. Mehrere Schüler bilden den Vorstand, ein Geschäftsführer wird nominiert, Marketing- und Produktions–verantwortliche arbeiten mit ihren Mitarbeitern am Erfolg.

Komplexe Themen wie Materialbeschaffung, Logistik, Nachhaltigkeit werden im Team besprochen, damit das Unternehmen prosperiert und sowohl den Mitarbeitern wie auch den Aktionären, die anfangs das Unternehmen mit Anteilsscheinen gestützt haben, Lohn bzw. Dividenden ausgezahlt werden können. Das diesjährige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmen „Die Upcycler“ war besonders erfolgreich. Ihr Unternehmen wurde im Landeswettbewerb in Kassel unter die besten zehn hessischen Juniorunternehmen nominiert.

Sie hatten ihr Geschäftsmodell eingereicht und es überzeugte die Juroren. Sie wurden eingeladen, ihr Start-up auf einer Messe sowie beim Wettbewerb auf der großen Bühne zu präsentierten.

Ihre selbstgefertigten Produkte fanden großen Anklang, denn sie nähten aus getragenen Jeans attraktive Buchumschläge, die hübsch und praktisch zugleich waren. Aus ummantelten leeren Schachteln und Klammern fertigten sie Wochenplaner und zur Saison passend schneiderten sie aus Stoff Wimpelketten, teils nach individuellen Wünschen in Länge und Motiv. Wichtig war ihnen der Aspekt der Nachhaltigkeit und so beteiligte sich im Laufe des Schuljahres auch das Lehrerkollegium bei der Materialbeschaffung, indem es abgelegte Kleidung spendete.

Für einen Preis beim Landeswettbewerb hat es am Ende dann nicht gereicht, aber die Nominierung erfüllte die Schüler und die zuständigen Lehrkräfte, unter anderem Klassenlehrerin Sylvia Gutting, mit Stolz. „Es war eine ganz tolle Erfahrung, unser Unternehmen vor solch einem großen Publikum zu präsentieren“, beschreibt Geschäftsführer Semih K. seine Eindrücke.

Marketingleiterin Jasmin Sch. ergänzt: „Es war aufregend, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.“

Nun löste sich die Firma in einer Hauptversammlung kurz vor Schuljahresende auf, und der Vorstand dankte vor allem jenen, die das Unternehmen unterstützt haben.

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