Handgriffe müssen sitzen

THW: Vorbereitung für mögliche Auslandseinsätze

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Nur sechs Stunden nach einer Alarmierung muss die THW-Einheit einsatzbereit am Flughafen sein. Da muss jeder Handgriff sitzen. Geübt wurde jetzt in Bad Homburg.

Bad Homburg (red) – Das Technische Hilfswerk (THW) ist seit fast 70 Jahren mit einem Stützpunkt in Bad Homburg vertreten und hat in dieser Zeit schon viele Einsätze abgewickelt. Jetzt gab es eine besondere Ausbildungseinheit: die Vorbereitung auf mögliche Auslandseinsätze.

Ein Erdbeben in Mexiko war 1985 Anlass, beim THW die „SEEBA“ zu etablieren – die „Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland“, die weltweit einsetzbar ist. An der Ausbildungsveranstaltung im THW-Ortsverband Bad Homburg nahmen 40 SEEBA-Helfer teil, fünf aktive Helfer aus dem hiesigen Ortsverein. Neben einem Vortrag von Christopher Hiemsch aus Wörrstadt zu Grundlagen, Aufbau und Nutzung einer Basis-Zeltstation in einem zugewiesenen Gebiet im Ausland gab es auch viel Information zu Bekleidungs-, Verhaltens- und Hygienevorschriften bis hin zu Hinweisen für die professionelle Benutzung der mobilen Toiletten. In einer kurzen praktischen Einheit wurde noch der Aufbau eines Masterzeltes geübt.

Im Krisenfall müssen die Handgriffe sitzen: Innerhalb von sechs Stunden nach Alarmierung soll die SEEBA abflugbereit am Flughafen stehen und als Einheit schnelle und effektive technische Hilfe nach Erdbeben und anderen Unglücksfällen mit vergleichbarer Schadenscharakteristik leisten. Ihre Hauptaufgabe ist die Ortung und Rettung verschütteter Personen. Dabei sind die Helfer in der Regel zumindest in der Anfangsphase logistisch und medizinisch auf sich allein gestellt. Deswegen sieht das Konzept vor, dass die Einheit mindestens zehn Tage autark – also ohne Unterstützung und Versorgung von außen – operieren kann.

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