Dr. Marschner Stiftung ehrt kuratorische Leistung an „Making van Gogh“

Städel räumt Ausstellungspreis ab

Alexander Eiling, Sammlungsleiter der Moderne am Städel Museum und Kurator der Ausstellung, (von links) Philipp Demandt, Direktor Städel Museum, Ina Hartwig, Kulturdezernentin, Peter Gatzemeier und Hansjörg Koroschetz, beide Stiftungsvorstand. Foto: Städel Museum/p

Sachsenhausen (red) – Die Dr. Marschner Stiftung vergibt erneut einen Preis für eine herausragend kuratierte Ausstellung.

Der Titel „Ausgezeichnet Ausgestellt“ richtet sich an alle Institutionen gemeinnütziger und öffentlicher Trägerschaften in Frankfurt am Main und Offenbach und wird jährlich verliehen. Aus den im Jahr 2019 eingereichten Bewerbungen erstellte eine Jury eine Shortlist. Ausgewählt wurden sieben Projekte, die sich durch ihre substanzielle kuratorische Arbeit sowohl für eine breite Öffentlichkeit als auch für ein Fachpublikum auszeichneten. Die Auszeichnung ist mit 25. 000 Euro dotiert und somit in ihrer Form einmalig in der Mainmetropole.

Nach dem Urteil der Jury ist es 2019 der Ausstellung „Making van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe“ des Städel Museums am überzeugendsten und konsequentesten gelungen, die Prämissen des Dr. Marschner-Ausstellungspreises „Ausgezeichnet Ausgestellt“ umzusetzen.

Die im März geplante Preisverleihung wurde aufgrund der Corona-Krise verschoben. Der Preis wurde nun im kleinen Rahmen übergeben.

Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt, sagte: „Schon die Shortlist zeigt mit bemerkenswerten Schauen wie ‚Bengal Stream’ im Deutschen Architekturmuseum oder ‚Hannah Ryggen’ in der Schirn die Vielfältigkeit der Frankfurter Ausstellungslandschaft, die von einer international anerkannten kuratorischen Leistung zeugt. ‚Making van Gogh’ konnte mit bekannten Werken Vincent van Goghs, einem überzeugenden Begleitprogramm und durch digital hochwertige Anreize mehr als eine halbe Million Zuschauer begeistern und ist damit die meistbesuchte Ausstellung in der Geschichte des Hauses. Ich beglückwünsche Direktor Philipp Demandt, die beiden Kuratoren Dr. Alexander Eiling und Dr. Felix Krämer sowie die Projektleiterin Elena Schroll zum Ausstellungspreis ,Ausgezeichnet Ausgestellt’ der Dr. Marschner Stiftung.“

Stiftungsvorstand Peter Gatzemeier fügte hinzu: „Überzeugt hat die Jury eine stringente kuratorische Leistung und deren nachvollziehbare Umsetzung für ein breites Publikum.“

„In der wissenschaftlich hervorragend recherchierten Themenausstellung wurde die kuratorische Umsetzung, die unterschiedlichste kunsthistorische Betrachtungsansätze miteinander verwob, offensichtlich nachvollziehbar. Nicht nur Experten, auch ein kunsthistorischer Laie konnte alle klar formulierten und präsentierten Inhalte erfassen. Dezidiert wurde in ‚Making van Gogh’ der rezeptionshistorische Ansatz herausgearbeitet und anhand der gezeigten Exponate für einen Besucher aktiv nachvollziehbar. Die im Vermittlungsansatz herausragende Präsentation, vom gelungenen Aufbau bis hin zum begleitenden Podcast, war durchgehend evident. Eine rundum beeindruckende Ausstellung“, sagte Claudia Orben-Mäckler, Mitglied der Jury.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, erklärte: „‚Making van Gogh’ war die bisher größte und aufwendigste Ausstellung in der Geschichte des Städel Museums. Den Kuratoren

Alexander Eiling und Felix Krämer ist mit der Projektleiterin Elena Schroll ein Ausstellungscoup gelungen: Mit einem schlüssigen Konzept, aus der Sammlung heraus entwickelt, haben sie es nicht nur geschafft, mehr als 120 internationale Leihgaben – darunter allein 50 van Goghs – für die Ausstellung zu gewinnen, sondern auch unsere Besucherinnen und Besucher auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Ausstellung war ein großer Erfolg, auf den alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städel Museums stolz sind. Dass ‚Making van Gogh’ den Ausstellungspreis der Dr. Marschner Stiftung erhält, ist eine besondere Anerkennung dieser kuratorischen Leistung und eine Würdigung der Arbeit des Städel Museums im Gesamten.“

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