Ikone des Rudersports

Ruder-Gesellschaft trauert um Ernst Heftrich

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Ernst Heftrich ist mit 78 Jahren gestorben.

Oberrad (red) – Die Ruder-Gesellschaft Oberrad trauert um ihr Ehrenmitglied Ernst Heftrich, der am 14. Februar im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Seine Vereinskollegen bezeichnen ihn als „Ikone des Frankfurter Rudersports“. Denn mit dem Namen Ernst Heftrich verbinden sie die große und erfolgreiche Nachkriegszeit des Frankfurter Rudersports. Als echter Frankfurter Bub fand Ernst Heftrich Mitte der 50er Jahre Gefallen am Rudersport. Von 1957 bis 1958 lernte er das Rudern in der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania. Mitglied in der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Oberrad wurde er am 1. Februar 1959. Weit über 40 Siege, darunter viele Erfolge, errungen in der Königsklasse, im Achter, geben Zeugnis davon, dass Heftrich diesen Sport mit großer Hingabe betrieb. 1963 wurde er Trainer und gab sein großes Fachwissen an die nächste Generation weiter. Auch dabei setzte er Akzente in vielerlei Hinsicht. Von 1963 bis 1969 und wieder beginnend mit der Saison 1972 bis 1983 feierte er mit seinen „Buben“ – wie er seine Aktiven immer liebevoll nannte – bei der FRG Borussia große Erfolge. Diese Erfolgsserie wurde 1970 und 1971 getoppt, als er in der FRG Germania das Trainer-Zepter in die Hand nahm. Dann führte er seine Mannschaften zu Deutschen Meisterschaften bis hin zu Weltmeistertiteln.

Wer ihn kannte, wusste: Für einen Ernst Heftrich bedeutet Stillstand Rückschritt. So war er nicht nur Ideengeber, sondern auch treibende Kraft, die zur Gründung der Rudergemeinschaft Frankfurt führte. In der Gemeinschaft trainierten ab 1971 fast alle Frankfurter Leistungsruderer gemeinsam. In den darauffolgenden Jahren trumpften sie sowohl in der nationalen, als auch in der internationalen Ruderszene mit großen Erfolgen auf.

Ernst Heftrich hat sich voll und ganz der Ruderei verschrieben. Er war ein großer Idealist, der sich mit einem ungeheureren Engagement, mit vielseitiger Sachkenntnis aber auch mit dem notwendigen Durchsetzungsvermögen der Aufgabe widmete. Für seine Verdienste wurde er mehrfach vom Hessischen und Deutschen Ruderverband geehrt. 2000 ernannte ihn die FRG Oberrad anlässlich seines 60. Geburtstages zum Ehrenmitglied.

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