Große Resonanz auf Baumpflanzaktion „Rettet den Stadtwald“

Rosemarie Heilig: „Ich bin überwältigt“

Rund 500 Teilnehmer packten mit an und pflanzten im Stadtwald neue Bäume. Foto: Stadt Frankfurt/georg-foto/p

Sachsenhausen/Niederrad (red) – Das Interesse, etwas für die Natur zu tun, ist groß: Rund 500 Frankfurter haben an der ersten stadtweiten Pflanzaktion „Rettet den Stadtwald“ teilgenommen. „So viele strahlende Kinderaugen und glückliche Gesichter habe ich lange nicht gesehen.

Die Pflanzaktion war ein voller Erfolg“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne).

„Die Bürger sind besorgt wegen der Folgen des Klimawandels. Sie sehen und haben gehört, wie schlecht es unseren Bäumen geht und wollen selbst konkret etwas unternehmen. Familien, Freundeskreise, Firmen sind da und helfen mit. Wir konnten uns vor Anmeldungen kaum retten“, sagte die Dezernentin weiter. „Ein 14-Jähriger hat dabei sogar mit seinen Freunden seinen Geburtstag gefeiert. Ich bin überwältigt, wie groß die Resonanz ist.“

Gepflanzt wurde auf einer Fläche, auf der zuvor Buchen standen. Sie waren Opfer der Trockenheit der zurückliegenden Hitzesommer und mussten gefällt werden, sagte Heilig.

Insgesamt wurden rund 5000 Bäume gepflanzt. Darunter vor allem trockenheitsresistente Arten wie Traubeneiche, Esskastanie und Flaumeiche. „Wir können nicht sagen, ob alle Bäume anwachsen werden“, sagte Heilig. „Wichtig ist, dass sie jetzt viel und vor allem dauerhaft Wasser bekommen.“ Bislang erprobte Arten wie Kiefern, Buchen, Fichte werden im Stadtwald derzeit nicht gepflanzt. „Wir stehen vor der Frage, was die richtigen Arten für unsere Wälder sind“, sagte Heilig. Darüber diskutierte sie kürzlich auch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis auf dem ersten Frankfurter Waldkongress, der zusammen mit der Hochschule Geisenheim veranstaltet wurde.

Das Frankfurter Grünflächenamt hatte zu der Pflanzaktion „Rettet den Stadtwald“ aufgerufen. Aufgrund der großen Resonanz plant das Amt schon jetzt eine zweite Pflanzaktion. Diese soll dann kommenden Herbst stattfinden.

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