Berliner Band von Fans in der ausverkauften Commerzbank Arena gefeiert

Rammstein rocken Frankfurt

Sänger Till Lindemann begrüßt das Publikum mit rausgestreckter Zunge. Fotos: Drusche

Sachsenhausen – Mit einem ohrenbetäubenden Knall startet die Show. Das Publikum sieht nur noch Qualm mit Glitzerelementen. Von Janine Drusche

Dann lichtet sich der Nebel und die Band, auf die die Frankfurter sowie zahlreiche von weiter her Angereiste in der Commerzbank Arena so lange gewartet haben, steht endlich auf der Bühne: Rammstein sind mit ihrer Europa-Stadion-Tour nach Frankfurt gekommen. Und das mit vollem Einsatz, denn das Publikum bebt nicht nur vor Leidenschaft für seine Lieblingsmusik, auch der Mega-Bass bringt die Fans zum Beben.

 Los geht es mit dem Lied „Was ich liebe“. Die Menge grölt, tanzt, versinkt in der hypnotisierenden Musik der Kult-Rocker. Weiter geht es mit „Links 2-3-4“. Sänger Till Lindemann marschiert am Mikrofon in Uniform auf der Stelle. Provokativ definitiv. Aber es ist nun mal ein Rammstein-Konzert – wer hier glaubt, ohne angriffslustige Anspielungen der Musik lauschen zu können, kennt die sechsköpfige Band schlecht.

Rhythmusgitarrist Paul Landers und Leadgitarrist Richard Kruspe.

Spektakulär geht es bei dem Konzert zu – wie eigentlich immer bei Rammstein: Aus Kanonen schießen Konfetti, Schaum und Glitzer in die Menge. Und natürlich darf das Feuer nicht fehlen, denn das ist sozusagen das Element der Musiker. Von der Bühne aus und an verschiedenen Stellen der Arena tauchen – passend zur musikalischen Stimmung – öfter mal Flammen und Pyrotechnik über den Köpfen der begeisterten Fans auf.

Die Outfits werden auch gewechselt, aus goldenem Glitzer- oder rotem Ganzkörper-Lederanzug und der Uniform wird schwarze Kluft mit Leuchtstreifen. Darin tanzt die Band eine Choreografie. Auch die Roadies fügen sich in das bandeigene skurrile Bild ein: Sie tragen Sturmmasken, während sie sich um’s Equipment kümmern.

Ein riesiger, metallener Kinderwagen wird über die Bühne geschoben, bei „Mein Teil“ und den Worten „Du bist, was du isst“ steht ein großer dampfender Kessel auf der Bühne. Lindemann hat sich dafür extra eine Kochmütze übergestülpt und trägt ein Metzgeroutfit. Bei der Ballade „Diamant“ schnellen die Feuerzeuge im Publikum nach oben – die oft brachiale Band mit den etwas anderen Texten und den Industrial-Einflüssen kann also auch anders.

Christoph Schneider heizt am Schlagzeug ein.

Klassiker wie „Ohne dich“ und „Sonne“ versetzen das Publikum weiter in Ekstase. Mit Schlauchbooten paddeln Rammstein über das Publikum, während ein Schild mit dem Wort „Willkommen“ hochgehalten wird. Dann kommt das Lied „Ausländer“. Wieder provokativ. Ja. Aber das ist Rammstein. Als die Band bei „Engel“ heroisch auf einer Bühne im Publikum auftaucht, sind die Fans restlos hingerissen. Das sollte man mal erlebt haben!

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare