Zeit zum Loslassen: Im Gottesdienst am 2. Februar Goodbye sagen

Pfarrerin Christiane Hoffmann ver abschiedet sich in den Ruhestand

Christiane Hoffmann. Foto: p

Oberrad (red) – Pfarrerin Christiane Hoffmann verabschiedet sich am Sonntag, 2. Februar, 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der Erlöserkirche am Melanchthonplatz in den Ruhestand.

Gut gefallen habe ihr, dass es im Gärtnerdorf Traditionen gibt, aber auch „eine große Bereitschaft, Neues auszuprobieren“. Das gelte für alle Bereiche: Senioren, Kinder und Kirchenvorstand. Schön sei es gewesen, wenn es zu Erntedank im Gotteshaus duftete und die Produkte der umliegenden Felder ausgestellt wurden. Aber auch wenn Musik oder Lyrik den Raum erfüllte, habe sie es genossen. Wichtig findet die Theologin, die seit 1989 in Frankfurter Gemeinden arbeitet, Fragen zu stellen.

Zu den Bibelstellen, die ihr wichtig sind, zählt die Jahreslosung 2020: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ (Markus 9,24). Hoffmann meint: „Ich glaube, dass das die Erfahrung von Menschen gut beschreibt: Einerseits bin ich auf Vertrauen angewiesen. Gleichzeitig muss ich mit Zweifeln klarkommen, mit Erfahrungen, die das Vertrauen erschüttern.“

Gedacht war Hoffmanns Tätigkeit in der Erlösergemeinde ursprünglich als Vertretung, dass daraus zehn Jahre wurden, war nicht geplant. Die Erfahrungen in Sachen Ökumene, die sie in den zurückliegenden Jahren sammeln konnte, schätzt sie. „Die Erfahrung des Kirchenasyls hat mich sehr bereichert“, sagt sie.

Neben einer Stelle, die sie gerne ausgefüllt hat, brachte die Zeit in Oberrad Hoffmann einiges an Fitness: Sie ist von Preungesheim aus mit dem Fahrrad an den südöstlichen Stadtrand von Frankfurt gefahren. Das Rad wird sie sicher weiter nutzen. Ausgepackt hat sie für den Ruhestand aber schon mal ihre Flöte. Sie freut sich in Zukunft auf das Üben und „auf den Staub in der Bildhauerwerkstatt“.

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